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Bericht | Internationale Diskussion zur Zukunft der Geowissenschaften

TeilnehmerInnen des IUGS-Treffens am GFZ (Foto: E. Gantz/GFZ).

Welche Schwerpunkte werden in den Geowissenschaften in den kommenden Jahren gesetzt? Darüber diskutierten Vertreterinnen und Vertreter des Exekutivkomitees der International Union of Geological Sciences (IUGS) bei ihrem jüngsten Treffen, das vom 23. bis 26. Januar 2018 am GFZ stattfand. Fast 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 17 Ländern waren nach Potsdam gereist.

Zu den Themen gehörten unter anderem Geogefahren, Geostandards, Isotopengeochemie und Geochronologie sowie das Engagement der IUGS für das UNESCO-Geopark-Netzwerk. Hier geht es darum, geologisch wertvolle Regionen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und Besucherinnen und Besucher einzuladen, mehr über die geowissenschaftlichen Phänomene zu erfahren und ihre Wirkung in die Gesellschaft bekannt zu machen.

Wir sind mit einem globalen Wandel konfrontiert, der sich unter anderem in raschen Klimaänderungen, Wasserknappheit und schwindenden Ressourcen zeigt. Auf der anderen Seite nimmt die Weltbevölkerung weiter zu und damit der Anspruch, allen Menschen eine lebenswerte Zukunft zu bieten”, sagt Qiuming Cheng, Präsident der IUGS. „Den Geowissenschaften kommt damit eine Schlüsselrolle bei der Lösung dieser Probleme zu.” Gerade das GFZ spiele dabei eine wichtige Rolle, betont Cheng. Es verfüge über eine hervorragende Infrastruktur und ausgewiesene Expertinnen und Experten und sei zudem international gut vernetzt, um große Forschungsprojekte unterstützen und führen zu können. Der aktuelle Besuch diene dazu, die Kontakte zu stärken.

Ein Schwerpunkt bildet beispielsweise die Erforschung der Lithosphäre, also der Verbindung zwischen dem tiefen Erdinneren und der Oberfläche unseres Planeten. Das GFZ engagiert sich deshalb im International Lithosphere Program (ILP) und unterhält beispielsweise das ILP-Büro. „Durchbrüche in der Lithosphärenforschung werden wir nur erreichen, wenn wir konsequent Beobachtungstechniken mit Prozessmodellierung verbinden. Dazu werden wir die Datenwissenschaften noch stärker in unsere geowissenschaftliche Arbeit integrieren“, ergänzt Magdalena Scheck-Wenderoth, Direktorin des GFZ-Departments Geotechnologien und Generalsekretärin des ILP am Rande der IUGS-Veranstaltung.

Die IUGS wurde 1961 gegründet und zählt zu den größten und aktivsten geowissenschaftlichen Nichtregierungsorganisationen weltweit in welchem 121 Länder und Regionen vernetzt sind. Die Gesellschaft treibt die Erforschung geologischer Fragen voran, besonders jener mit globaler Relevanz, und unterstützt internationale und interdisziplinäre Kooperationen in den Erdwissenschaften. Die aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind geowissenschaftliche Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen unseres Planeten und der Bewertung von Geogefahren, internationale Standards, Geo-Bildung, Geo-Information sowie Umweltmanagement. (rn)

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