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Bericht | Gesellschaft für Forschungssoftware in Berlin gegründet

Erster Vorstand der deutschen Gesellschaft der Research Software Engineers, “de-RSE e.V. - Gesellschaft für Forschungssoftware”. v.l.n.r: Stephan Janosch (Schatzmeister), Daniel Nüst (stellv. Vorstandsvorsitzender), Frank Löffler (Vorstandsvorsitzender), Bernadette Fritzsch (Schriftführerin), Martin Hammitzsch (stellv. Schatzmeister), Stephan Druskat (stellv. Schriftführer; Foto: C. Haupt).

Die Community der Research Software Engineers RSE in Deutschland hat ein Zuhause: Am 26. November 2018 wurde in den Räumen des Exzellenzclusters Bild-Wissen-Gestaltung der Humboldt-Universität zu Berlin der Verein „de-RSE e.V. - Gesellschaft für Forschungssoftware“ gegründet. RSE ist ein Sammelbegriff für Personen, die in der Forschung Software entwickeln. Er umfasst programmierende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Informatiker und Informatikerinnen in der Forschung, Softwaremanagerinnen und Softwaremanager, sowie weitere Beteiligte, etwa aus den IT-Infrastrukturen der Forschungseinrichtungen – unabhängig von Abschluss und Erfahrung.

Mehr als zwanzig Teilnehmende aus ganz Deutschland haben an der Gründungsversammlung in Berlin teilgenommen und den Vereinsvorstand gewählt, dem auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Instituten der Helmholtz-Gemeinschaft angehören. Neben Bernadette Fritzsch vom Alfred-Wegener-Institut - Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung AWI wird Martin Hammitzsch, Leiter des GFZ eScience-Zentrums, in diesem Gremium aktiv sein. Ab Januar 2019 können weitere Personen oder Institutionen Mitglied oder Fördermitglied werden. Die erste ordentliche Mitgliederversammlung findet vom 4. bis 6. Juni 2019 während der von der Gesellschaft organisierten Fach- und Communitykonferenz „deRSE19“ auf dem Telegrafenberg in Potsdam statt.

Forschungssoftware nimmt bei der Digitalisierung von Forschung und Wissenschaft eine unverzichtbare Rolle ein. Sie ermöglicht erst die Gewinnung, Verarbeitung und Auswertung von Forschungsdaten und die Modellierung und Simulation komplexer Prozesse. Auf diese Weise beeinflusst Software maßgeblich Forschungsergebnisse und deren Qualität. In anderen Ländern sind Verbände wie der de-RSE e.V. bereits etabliert. Der nun in Deutschland gegründete Verein wird Teil eines internationalen RSE-Netzwerks, das sich um die Sicherstellung von Nachhaltigkeit und Verifizierbarkeit der wissenschaftlichen Softwareentwicklung als Teil des Forschungsprozesse, eine verbesserte Wahrnehmung der Rolle von Forschungssoftware, ihrer Entwicklung und der daran beteiligten Personen, die Etablierung der wissenschaftlichen Softwareentwicklung als Kernkompetenz junger Forschender, die Schaffung eines Berufsbildes mit anerkannten Karrierewegen und die Integration der RSE-Tätigkeit in übergeordnete Konzepte wie Open Scholarship und eScience bemüht. (ph)

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