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Bericht |“Asien – Ein dynamischer Kontinent“. Fortbildung für Lehrende und Studierende

Die Fortbildung für Lehrkräfte am GFZ: Herbstschule "System Erde" 2019 (Foto: Thomas Spikermann / GFZ).

Als Lehrkraft immer auf dem neuesten Stand der Forschung zu sein und diesen dann auch an die eigenen Schülerinnen und Schüler vermitteln zu können, ist eine Herausforderung. Das Schülerlabor des GFZ veranstaltet einmal im Jahr die Fortbildung „Herbstschule – System Erde“ für Lehrende und Studierende zu aktuellen Entwicklungen in den Geowissenschaften. In diesem Jahr steht die Herbstschule unter dem Titel „Asien – Ein dynamischer Kontinent“.

Die Teilnehmenden bekommen an zwei Tagen ein umfangreiches Programm aus Workshops, wissenschaftlichen Vorträgen, Experimenten und praktischen Übungen geboten. Etwa 80 Lehrende und Studierende aus Berlin-Brandenburg aber auch aus zahlreichen weiteren Regionen in Deutschland kamen am 4. und 5. November auf den Telegrafenberg in Potsdam.

Die Themen reichten von der Möglichkeit, das Erdbebenrisiko und Folgen von Erdbeben durch neue Technologien zu vermindern, über Grundlagen der Plattentektonik bis hin zum Monitoring von Gletschern. Mit dabei sind in diesem Jahr neben Vortragenden des GFZ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt Universität, des Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung, der Universität Hannover, des Wettermuseums, der Technischen Universität Berlin, des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung und der Freien Universität Berlin.

Neu in diesem Jahr war ein Kommunikations-Workshop, geleitet vom Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am GFZ, Josef Zens, mit dem Titel „Weltuntergang oder alles halb so schlimm – Wo gibt es Fakten zum Klimawandel?“. Der Workshop sollte praktisches Wissen vermitteln, wie Lehrende sich auf dem neuesten Stand der Klimaforschung halten und wie sie darüber in einen direkten Dialog mit ihren Schülerinnen und Schülern treten können. Das Angebot stieß bei den Teilnehmenden auch direkt auf das größte Interesse.

Manuela Lange, Leiterin des Schülerlabors: „Wir freuen uns sehr über das große Interesse. In Zeiten von ‚Fridays for Future‘ und den gesellschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels ist es wichtiger als jemals zuvor, dass Lehrende hier nicht auf dem Stand des Wissens aus Ihrem Studium bleiben sondern hochaktuell informiert sind. Wir würden uns wünschen, dass wir in Zukunft vor allem auch noch mehr Studierende und Lehrkräfte in der Ausbildung erreichen können und hier direkt eine Basis für die LehrerInnen-Laufbahn aufbauen können.“

Die Herbstschule findet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft (DMG) statt und wird in der Regel von den Landesschulämtern als Lehrfortbildung anerkannt. (ak)

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