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20. Internationaler Workshop zur Laser-Entfernungsmessung

20. Internationaler Workshop zur Laser-Entfernungsmessung (Foto: GFZ).

10.10.2016: Das „Laser Ranging“, zu Deutsch: die Laser-Entfernungsmessung, ist ein kosmisch-geodätisches Präzisions-Messverfahren. Mit diesem Messverfahren können WissenschaftlerInnen, unter Einbezug von Satelliten, genaueste Messungen von Distanzen und Höhen auf der Erdoberfläche vornehmen, das Schwerefeld erforschen und Mikrowellengeräte an Bord von Satelliten kalibrieren. Alle zwei Jahre treffen sich SpezialistInnen der Laser-Entfernungsmessung zu Diskussionen und wissenschaftlichem Austausch. In diesem Jahr findet das Treffen, vom 10. bis zum 14. Oktober, erstmalig auf dem Telegrafenberg in Potsdam statt, der Wiege der wissenschaftlichen Geodäsie. Ausrichter der Veranstaltung ist die GFZ-Sektion Globales Geomonitoring und Schwerefeld.

Die Wissenschaft der Geodäsie beschäftigt sich mit der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche. Dazu gehört neben der Bestimmung der geometrischen Figur, also der Geländeoberfläche der Erde, auch die Beschäftigung mit dem Schwerefeld der Erde und der Position der Erde im Weltraum. Seit 1964 werden die Laser-Entfernungsmessungen via Satelliten betrieben.

Der internationale Workshop zur Laser-Entfernungsmessung ist ein Forum für die weltweit vernetzten Boden-Messstationen, die mit den Satelliten kommunizieren. Auch das GFZ betreibt eine Bodenstation auf dem Telegrafenberg. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt treffen sich zum Austausch über neue Anforderungen, Entwicklungen, Satellitenmissionen und Ergebnisse. Der diesjährige Workshop soll insbesondere dem direkten Austausch zwischen den Stations-Teams dienen. Die Themen sind unter anderem der Betrieb der Stationen, Möglichkeiten der Qualitätskontrolle und der Vermeidung systematischer Fehler sowie die gemeinsame Nutzung von Ressourcen anderer Messtechniken wie der globalen Navigation per Satelliten, GNSS. (ak)

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