Geodynamik und Erdbeben

Die Erde lebt, die Erde bebt

Schülerin beim Hammerschlag-Seismik-Experiment
(GFZ)

Während dieses Labortags werden zunächst die globalen Zusammenhänge dargestellt, warum es überhaupt Erdbeben gibt und was hierfür die treibenden Kräfte sind. Die Schülerinnen und Schüler lernen also die Zusammenhänge kennen, die einerseits große Katastrophen bewirken, andererseits werden sie aber auch verstehen, wie man sich die gleichen Eigenschaften der Erde zu Nutze machen kann, um das tiefe Erdinnere zu erforschen und Lagerstätten zu erkunden.
Der Motor für die gewaltigen Veränderungen, denen die Erdoberfläche im Laufe ihrer Geschichte ausgesetzt war und ist, ist die so genannte Konvektion. Sie treibt die durchschnittlich 40 km mächtigen Platten an, die entweder kollidieren, aneinander vorbei schrammen oder auseinander driften. In jedem Fall werden dadurch Erdbeben ausgelöst. Die freigesetzte Energie ist bei Starkbeben über große Entfernungen spürbar. Sie breitet sich durch Wellen aus. Auf diese Ausbreitungsvorgänge wird näher eingegangen und es wird gezeigt, wie man aus aufgezeichneten seismischen Wellen den Entstehungsort der Erdbeben sowie die freigesetzte Energie bestimmen kann.

Mit einem Hammerschlagexperiment werden seismische Wellen selbst angeregt, deren Ausbreitung sich über etwa 200 m verfolgen lassen kann. Die Schülerinnen und Schüler sind am Aufbau des Experiments selbst beteiligt, schwingen den Hammer, um die Wellen anzuregen und können am Computer direkt mitverfolgen, wie die Wellen aufgezeichnet werden. Die Daten werden abschließend im Labor ausgewertet. Beim Aufbau der insgesamt 240 m langen Messlinie werden die einzelnen Komponenten des Experimentes ausführlich erklärt.

Fachlicher Schwerpunkt: Geographie und Physik
Zielgruppe:
Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse und der Sek. II

Dozent

Dr. Albrecht Schulze

Telegrafenberg

Gebäude A 27