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Das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ ist das nationale Zentrum zur Erforschung der Geosphäre. Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft sind wir Teil der größten deutschen Wissenschaftsorganisation. Mit rund 1.300 Beschäftigten entwickeln wir ein fundiertes System- und Prozessverständnis der festen Erde sowie Strategien und Handlungsoptionen, um dem globalen Wandel und seinen regionalen Auswirkungen zu begegnen, Naturgefahren zu verstehen und damit verbundene Risiken zu mindern, um den wachsenden Bedarf an Energie und Rohstoffen für eine Hightech-Gesellschaft auf nachhaltige Weise zu sichern sowie den Einfluss der Menschen auf das System Erde zu bewerten.
Das GFZ ist als Partner bei Geo.X hervorragend mit anderen Einrichtungen der Geowissenschaften in Potsdam und Berlin vernetzt. Diese europaweit größte regionale Bündelung geowissenschaftlicher Kompetenz bietet erstklassige Kooperations- und Entwicklungsmöglichkeiten. 
In der Sektion 4.5 Sedimentbeckenmodellierung (Department „Geosysteme“) ist die folgende Stelle zu besetzen:

Doktorand:in (w_m_d) in Grundwassermodellierung

Kennziffer 6132

„Auswirkungen des Klimawandels auf die regionale Grundwasserdynamik in Nordmitteleuropa“

Das übergeordnete Ziel der Promotionsstelle ist die Bewertung der klimabedingten Veränderungen der Grundwasserneubildung, des Meeresspiegels und des Pegels von Oberflächengewässern auf die Grundwasserdynamik und deren Auswirkungen.

Die Grundwasserdynamik ist von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung für die Trinkwasserbewirtschaftung, die landwirtschaftliche Bewässerung und eine sichere und nachhaltige Nutzung des Untergrunds im Hinblick auf die geothermische Energieerzeugung sowie die Speicherung von Energie und grünen Brennstoffen wie grünem Methan oder Wasserstoff.
Der Klimawandel kann sich auf unterschiedliche Weise auf die Grundwasserdynamik auswirken; einige Beispiele sind:

  • Extremniederschlagsereignisse, welche den Oberflächenwasserabfluss erhöhen und damit die Grundwasserneubildung verringern,
    was zu einer langfristigen Absenkung des Grundwasserspiegels führt;
  • Der steigende Meeresspiegel kann zur Versalzung von Grundwasserleitern in Küstengebieten führen.

Um solche Auswirkungen quantitativ zu bewerten, müssen neuartige Prozessmodelle entwickelt werden, die derzeitige Beschränkungen überwinden und z. B. großräumige Prozesse und deren Rückkopplung mit anthropogenen Eingriffen abbilden. Hierzu müssen bestehende, parallel skalierbarer Softwarelösungen weiterentwickelt werden, die gekoppelte physikalische Prozesse simulieren, um schließlich zu verstehen, wie die Strömungsdynamik im flachen und tiefen Bereich miteinander interagieren und was die thermo-hydraulisch-mechanischen Folgen dieser Interaktion sind.

Der Schwerpunkt der Promotionsarbeit liegt auf der Untersuchung der derzeitigen Kopplungskapazität einschließlich Rückkopplungseffekten innerhalb von numerischen Modelldarstellungen,
die Prozesse über der Erdoberfläche mit denen im Untergrund in einem Modellierungsworkflow verbinden, sowie auf der Bewertung der relevanten Zeit- und Längenskalen.

Ihr Aufgabengebiet:

  • Integration von geologischen, hydrogeologischen und geophysikalischen Daten in konsistente 3D-Geomodelle
  • numerische Simulationen gekoppelter thermisch-hydraulisch-mechanischer Prozesse unter Berücksichtigung der beobachteten Heterogenitäten im Untergrund und sich ändernder Randbedingungen an der Oberfläche
  • Kopplung der Simulationen von Prozessen im Untergrund mit Simulationen anderer Arbeitsgsgruppen, die an Prozessen über der Oberfläche arbeiten
  • Validierung der Simulationsergebnisse anhand von Beobachtungen
  • Quantifizierung der langfristigen Auswirkungen variierender externer Einflüsse in Verbindung mit veränderten Umweltrandbedingungen verschiedener Klimaszenarien
  • Interpretation und Veröffentlichung der Ergebnisse

Ihr Qualifikationsprofil:

  • ein Master- oder Diplomabschluss in Physik, Mathematik oder Geowissenschaften ist zwingend erforderlich
  • fundierte Kenntnisse der thermohydraulisch-mechanischen Zusammenhänge in porösen Medien
  • gute Kenntnisse in Hydrogeologie und Felsmechanik
  • Grundkenntnisse in 3D-Strukturmodellierung und numerischen Methoden
  • Programmierkenntnisse (z.B. Python, Fortran oder C/C++) sind von Vorteil
  • sehr gute englische Sprachkenntnisse


Startdatum: 01.07.2022
Befristung: 3 Jahre
Vergütung: Die Stelle ist nach TVöD Bund (Tarifgebiet Ost) mit der Entgeltgruppe 13 bewertet. Die Eingruppierung erfolgt nach den tariflichen Bestimmungen und den entsprechenden persönlichen Voraussetzungen.
Arbeitszeit: Teilzeit 75% (derzeit 29,25 h/Woche)
Arbeitsort: Potsdam

Wir bieten Ihnen:

  • anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben in einem dynamischen und internationalen Forschungsumfeld
  • modernste Ausstattung der Arbeitsplätze
  • Zusatzleistungen des öffentlichen Dienstes
  • umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten
  • eine professionelle Karriereberatung durch unser Career-Center
  • eine flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung
  • Unterstützung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben durch benefit@work
  • eine Betriebskindertagesstätte auf dem Forschungsgelände
  • einen Arbeitsplatz im Wissenschaftspark Albert Einstein auf dem Potsdamer Telegrafenberg
  • eine gute Erreichbarkeit zum nahegelegenen Potsdamer Hauptbahnhof, sowohl fußläufig als auch mit Shuttlebus

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 31.05.2022. Bitte benutzen Sie dafür ausschließlich unser Online-Bewerbungsformular.

Diversität und Chancengleichheit sind integrale Bestandteile unserer Personalpolitik. Das GFZ setzt sich aktiv für Vielfalt ein und begrüßt ausdrücklich Bewerbungen aller qualifizierter Personen, unabhängig von ethnischer und sozialer Herkunft, Nationalität, Geschlecht, sexueller Orientierung und Identität, Religion/Weltanschauung, Alter und körperlichen Merkmalen. Anerkannt schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung und Qualifikation nach Maßgabe des Sozialgesetzbuches IX bevorzugt berücksichtigt. Hierzu können Sie sich bei Fragen an unsere Schwerbehindertenvertretung unter sbv[at]gfz-potsdam.de wenden, die Sie gern im weiteren Bewerbungsprozess unterstützt. Bei Fragen zur Gleichstellung der Geschlechter können Sie gern mit unserer Gleichstellungsbeauftragten unter gba[at]gfz-potsdam.de Kontakt aufnehmen.

Ihre personenbezogenen Daten werden zur Durchführung des Auswahlverfahrens auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 b, Art. 88 DSGVO i. V. m. § 26 BbgDSG verarbeitet. Nach Abschluss des Verfahrens werden Bewerbungsunterlagen unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen gelöscht.
Für nähere Informationen zum Aufgabengebiet steht Ihnen Professor Magdalena Scheck-Wenderoth entweder per Email m.scheck-wenderoth@gfz-potsdam.de oder per Telefon +49 (0) 331-288-1451 zur Verfügung. Für allgemeine Fragen zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an Frau Buge, Tel. +49 (0) 331-288-28787.

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