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Doktorand (w/m/d) für das DFG-Projekt "AGORA"
Das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ ist das nationale Zentrum zur Erforschung der Geosphäre. Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft sind wir Teil der größten deutschen Wissenschaftsorganisation. Mit rund 1.300 Beschäftigten entwickeln wir ein fundiertes System- und Prozessverständnis der festen Erde sowie Strategien und Handlungsoptionen, um dem globalen Wandel und seinen regionalen Auswirkungen zu begegnen, Naturgefahren zu verstehen und damit verbundene Risiken zu mindern, um den wachsenden Bedarf an Energie und Rohstoffen für eine Hightech-Gesellschaft auf nachhaltige Weise zu sichern sowie den Einfluss der Menschen auf das System Erde zu bewerten.
Das GFZ ist als Partner bei Geo.X hervorragend mit anderen Einrichtungen der Geowissenschaften in Potsdam und Berlin vernetzt. Diese europaweit größte regionale Bündelung geowissenschaftlicher Kompetenz bietet erstklassige Kooperations- und Entwicklungsmöglichkeiten.
In der Sektion 1.1 Geodätische Weltraumverfahren (Department „Geodäsie“) ist die folgende Stelle zu besetzen:

Doktorand (w/m/d) für das DFG-Projekt "AGORA"

Kennziffer 5483

Die Stelle ist Teil eines gemeinsamen Forschungsprojekts mit dem Lehrstuhl für Satellitengeodäsie am Institut für Geodäsie und Geoinformationswissenschaften der Technischen Universität Berlin. Das geodätische Weltraumverfahren VLBI (Very Long Baseline Interferometry) liefert neben der Erdorientierung den Internationalen Himmelsreferenzrahmen ICRF (International Celestial Reference Frame), aktuelle Version ICRF3. Das Weltraumverfahren VLBI führt seit wenigen Jahren eine Systemerneuerung des Bodensegments durch, genannt VGOS (VLBI Global Observing System). Das ICRF3 enthält die Koordinaten extragalaktischer Radioquellen in drei verschiedenen Radiofrequenzen. Seit 2012 betreibt die Europäische Weltraumagentur ESA (European Space Agency) die Satellitenmission Gaia; aktuell liegt der vorläufige dritte Datensatz EDR3 (Early Data Release 3) vor. Gaia beobachtet in optischen Wellenlängen und liefert dadurch die aktuell genaueste Sternenkarte. Der Satellit Gaia befindet sich in einem Orbit um den Lagrange-Punkt 2 des Sonnensystems und hat keine Verbindung zum terrestrischen Bezugsrahmen ITRF (International Terrestrial Reference Frame), der die Erdoberfläche darstellt, aktuelle Version ITRF2014. Um die Gaia-Daten von der Erdoberfläche oder vom erdnahen Orbit aus verwenden zu können, muss der Gaia-Datensatz auf den ICRF bzw. den ITRF transformiert werden. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Tatsache dar, dass die Radioquellen und deren optische Gegenstücke auf Grund der verschiedenen Beobachtungsfrequenzen nicht zwingend am selben Ort am Himmel gesehen werden.

Der Fokus des Projekts liegt in der Bestimmung der Transformationsparameter zwischen den Gaia-Daten und dem VLBI CRF während der Missionsdauer von Gaia und darüber hinaus. Dafür soll der aktuelle Himmelsreferenzrahmen ICRF3 unter Einbeziehung der VGOS- und anderer VLBI-Beobachtungen erweitert werden und dadurch die Grundlage für die hochgenaue Bestimmung der Transformationsparameter bereitstellen.

Die Projektgruppe, die gemeinsam von Prof. Harald Schuh (Technische Universität Berlin und Direktor des GFZ Department 1) und Dr. Robert Heinkelmann (GFZ) geleitet wird, wird noch einen Post-Doc (w/m/d) enthalten und es wird erwartet, dass die beiden Projektwissenschaftler*innen eng zusammenarbeiten.

Ihr Aufgabengebiet:

  • Erweiterung der am GFZ entwickelten VLBI Software PORT, um VGOS-Beobachtungen auszuwerten und die VGOS-Gleichungssysteme für die globale Lösung bereitzustellen, die in PORT implementiert werden soll,
  • Anwendung der globalen Lösung für die optimale Kombination der standardmäßigen VLBI- und der VGOS-Beobachtungen unter Zuhilfenahme von “ties”, wie lokalen kurzen Basislinien, “local ties”, “global ties”, “tropospheric ties” und “mixed-mode” Beobachtungssessions mit dem Ziel der
  • Bereitstellung eines verbesserten Himmelsreferenzrahmens auf Grundlage der VLBI- und VGOS-Beobachtungen mindestens während der Gaia-Missionsdauer.

Ihr Qualifikationsprofil:

  • abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung (Master/Univs.-Diplom) in Geodäsie, Astronomie oder in einer vergleichbaren Fachrichtung
  • Erfahrung mit Datenauswertung des geodätischen Weltraumverfahrens VLBI
  • Erfahrung in der Astrometrie, in radioastronomischer Datenverarbeitung und in der Anwendung derselben in der Geodäsie
  • Erfahrung mit MatLab und Python
  • Erfahrung mit dem Betriebssystem Linux
  • sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Teamfähigkeit

Startdatum: nächstmöglich
Befristung: 3 Jahre
Vergütung: Die Stelle ist nach TVöD Bund (Tarifgebiet Ost) mit der Entgeltgruppe 13 bewertet. Die Eingruppierung erfolgt nach den tariflichen Bestimmungen und den entsprechenden persönlichen Voraussetzungen.
Arbeitszeit: Teilzeit 75% (derzeit 29,25 h/Woche)
Arbeitsort: Potsdam

Wir bieten Ihnen:

  • anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben in einem dynamischen und internationalen Forschungsumfeld
  • modernste Ausstattung der Arbeitsplätze
  • Zusatzleistungen des öffentlichen Dienstes
  • umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten
  • eine professionelle Karriereberatung durch unser Career-Center
  • eine flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung
  • Unterstützung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben durch benefit@work
  • eine Betriebskindertagesstätte auf dem Forschungsgelände
  • einen Arbeitsplatz im Wissenschaftspark Albert Einstein auf dem Potsdamer Telegrafenberg
  • eine gute Erreichbarkeit zum nahegelegenen Potsdamer Hauptbahnhof, sowohl fußläufig als auch mit Shuttlebus

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 15. Oktober 2021. Bitte benutzen Sie dafür ausschließlich unser Online-Bewerbungsformular.

Diversität und Chancengleichheit sind integrale Bestandteile unserer Personalpolitik. Das GFZ setzt sich aktiv für Vielfalt ein und begrüßt ausdrücklich Bewerbungen aller qualifizierter Personen, unabhängig von ethnischer und sozialer Herkunft, Nationalität, Geschlecht, sexueller Orientierung und Identität, Religion/Weltanschauung, Alter und körperlichen Merkmalen. Anerkannt schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung und Qualifikation nach Maßgabe des Sozialgesetzbuches IX bevorzugt berücksichtigt. Hierzu können Sie sich bei Fragen an unsere Schwerbehindertenvertretung unter sbv@gfz-potsdam.de wenden, die Sie gern im weiteren Bewerbungsprozess unterstützt. Bei Fragen zur Gleichstellung der Geschlechter können Sie gern mit unserer Gleichstellungsbeauftragten unter gba@gfz-potsdam.de Kontakt aufnehmen.

Ihre personenbezogenen Daten werden zur Durchführung des Auswahlverfahrens auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 b, Art. 88 DSGVO i. V. m. § 26 BbgDSG verarbeitet. Nach Abschluss des Verfahrens werden Bewerbungsunterlagen unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen gelöscht.
Für nähere Informationen zum Aufgabengebiet steht Ihnen Dr. Robert Heinkelmann entweder per Email: robert.heinkelmann@gfz-potsdam.de oder per Telefon: +49 (0) 331-288-1144 zur Verfügung. Für allgemeine Fragen zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an Frau Buge, Tel. +49 (0) 331-288-28787.

Kontakt

Franca Buge
Sachbearbeiterin
Franca Buge
Abteilung Personal
Telegrafenberg
Gebäude G, Raum 429
14473 Potsdam
+49 331 288-28787
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Für Fragen zur Gleichstellung steht Ihnen die Gleichstellungsbeauftragte des GFZ, Frau Dr. Weckmann unter Tel. +49 331 288-2824 bzw. per E-Mail zur Verfügung.

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