Plattenrandsysteme

Der Einfluss der festen Erde auf den menschlichen Lebensraum ist nirgends sonst so stark zu spüren wie an den Grenzen der Erdkrustenplatten, den Plattenrändern. Dort konzentrieren sich die Bildung von Rohstoffen und die Konfrontation mit Georisiken. Um das Gefahren- ebenso wie das Rohstoffpotenzial möglichst exakt abschätzen zu können, müssen quantitative Prozessmodelle entwickelt werden. Die RU2 versucht, die Entwicklung der Plattenränder über lange Zeitspannen aufzuklären. Sie nutzt hierfür Beobachtungen von Instrumentennetzwerken an Land und im Ozean an spezifischen Standorten, Studien zur Langzeitentwicklung und numerische sowie analoge Modellierung. Mit unserem Ansatz, diese unterschiedlichen Herangehensweisen zu integrieren, wollen wir die Grundlagen für eine neue Generation von Risikoabschätzungsstrategien an Plattenrand-Systemen schaffen. Damit trägt die RU2 zum Topic 2 des Helmholtz-Programms „Geosystem: Erde im Wandel“ bei.

*Anm.: RU steht für Research Unit; eine Bezeichnung, die mit Forschungseinheit übersetzt werden kann. Am GFZ bestehen solche Forschungseinheiten aus unterschiedlichen Organisationseinheiten (z.B. Sektionen, Arbeitsgruppen).

Sprecher

Onno Oncken
Direktor
Prof. Dr.Onno Oncken
Geomaterialien
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Stellvertretung

Charlotte Krawczyk
Direktorin
Prof. Dr.Charlotte Krawczyk
Geophysik
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