abgeschlossene Projekte

OnSITE (2006-2009): Online Seismic Imaging for Tunnel Excavation; Entwicklung eines neuartiges seismisches Vorauserkundungssystem zur hochauflösenden Erkundung geologischer Strukturen um und vor Tunnelbauwerken. [ Paper ]

ANDRILL (2007): Tiefbohrungen nach antarktischen Sedimenten zur Klimarekonstruktion - Datenmanagement bei der 2.Expedition im Southern McMurdo Sound Project -

Hochauflösende seismische Messungen an Lehmdeichen (2003-2006): Ein BMBF-Projekt zu hochauflösenden seismischen Messungen an Modelldeichen zur Analyse des Durchfeuchtungsvorgangs im Deich während eines Hochwassers.

IODP Mission Specific Platform Expeditions (2004, 2005): Kernbohrungen in der Arktis (ACEX) und im Südpazifik (Tahiti) - Bohrlochmessungen, Datenmanagement -

Lake Baikal (2001-2004): Seebohrungen im Lake Baikal, Russland, zur Gewinnung von Sedimentkernen zwecks Klimarekonstruktion -Datenmanagement -

TOAST (2010-2013): TOolbox for Applied Seismic Tomography

SPWD-BUSData (2011-2013): Im Verbund mit dem Heinrich-Herz-Institut (Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik) in Berlin sowie der TU Bergakademie Freiberg soll mit dem Projekt SPWD - BUSData (SPWD - Bring Up Seismic Data) die Machbarkeit der kabellosen, praxistauglichen und schnellen Übertragung von seismischen Daten für Geothermiebohrungen nachgewiesen werden.

SPWD-BUSData II (2013 bis 2015): SPWD - Bring Up Seismic Data II

SOUND (2010-2013): Seismic Observations for UNderground Development. Weiterentwicklung eines seismischen Vorauserkundungssystems für den Tunnelbau zu einer baustellentauglichen Komplettlösung, die realistische Risikoabschätzungen vor allem in komplexen geologischen Zusammenhängen ermöglicht.

WAVE.O.R (seit 2012): Akustische Wellenstimulation zur Erhöhung des Entölungsgrades

SPWD (2008 -2015): Seismic Prediction While Drilling; Entwicklung eines Messsystems zur vorausschauenden Erkundung beim Bohren insbesondere für die Erschließung von geothermischen Reservoiren.

Die Geothermie hat zukünftig in Deutschland eine besondere Bedeutung bei der umweltschonenden und regenerativen Energieversorgung mit Strom und Wärme und das Potenzial, einen großen Teil der Grundlast des deutschen Stromverbrauchs zu decken. Dabei kommt den Bohrungen und den Erkundungsverfahren zur sicheren Erschließung geothermischer Reservoire eine besondere Rolle zu, da das Fündigkeitsrisiko und die Effektivität des Bohrvortriebs und damit die Bohrkosten besonders limitierende Faktoren sind. Nur mit kostengünstigen und erfolgreichen erschlossenen geothermischen Reservoiren lässt sich das Potenzial der tiefen Geothermie in Deutschland nutzen.

Mittels (S)PWD werden in einem, an die konventionelle Bohrtechnik angepassten, neu entwickelten Bohrlochtool aus dem Erkundungskopf Bilder des Untergrunds erzeugt. Von der Reichweite und Auflösung soll das (S)PWD in der Lage sein, hydraulisch aktive Störungszonen in geothermischen Reservoiren abzubilden.

Ein vergleichbares Verfahren wird bereits für den Einsatz in Tunnelbohrgeräten entwickelt (siehe Tunnelseismische Vorauserkundung). Der Einsatz in einem Bohrkopf von geringem Durchmesser stellt besondere Anforderungen an die Konstruktion des Erregers und Empfängers im Bohrkopf. Um seine erwartete Leistung erbringen zu können, muss das (S)PWD auf seinen Einsatz am Ende eines bis fünf Kilometer langen Bohrstranges angepasst werden. Besondere Herausforderungen sind dabei unter anderem die Temperaturanpassung und die Energieversorgung.

Folgende Partner waren am Projekt beteiligt:

  • Herrenknecht Vertical GmbH
  • GeoThermal Engineering GmbH
  • TU Bergakademie Freiberg

 

 

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Dr. Ulrich Harms
Zentrum für Wissenschaftliches Bohren

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14473 Potsdam
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