Die post-variszische Paläospannungsgeschichte des zentraleuropäischen Beckensystems (CEBS)

Kalzitmineralisationen auf einer steil einfallenden Störungs- (Harnisch-) Fläche zeigen eine linksseitige (sinistrale) Bewegung entlang der Störung an (© J. Sippel, 09.08.2006).

Ziel
Das strukturgeologische Inventar der spätpaläozoisch-mesozoischen Gesteine des CEBS soll Aufschluss über die Entwicklung der Paläospannungen seit dem Perm geben.

Methoden
Aus verschieden orientierten Störungen, deren Bewegungssinn im Gelände aus Störungsflächenmorphologien abgeleitet wird (Harnisch), ergibt sich zunächst ein Abbild der lokalen Kinematik. Es wird angenommen, dass diese Kinematik in direktem Zusammenhang steht zu tektonisch induzierten Spannungsfeldern. Zur Ermittlung der Spannungsfelder wurde eine neue Methode entwickelt, die durch Kombination bereits etablierter Ansätze die Analyse von polyphasen Störungsmustern ermöglicht (Sippel et al., in press).

Die Tiefe zur Oberfläche des prä-permischen Untergrundes illustriert die NW-SE streichenden Hauptstrukturen des Zentraleuropäischen Beckensystems (z.B. Elbe-Störungssystem, Ringkøbing-Fyn Hoch, Tornquist Zone; modifiziert nach Scheck-Wenderoth & Lamarche, 2005). Eine zweite Gruppe von Strukturen ist N-S gerichtet (z.B. Glückstadt Graben (GG), Horn Graben (HG), and Central Graben (CG)). Koordinaten: UTM, Zone 33 N. (© Judith Sippel)

Ergebnisse
Die entlang des CEBS-Südrandes ermittelten Paläospannungsfelder lassen sich weitestgehend mit der spätkretazisch-frühtertiären Inversion dieses Beckenrandes verbinden.

Partner
DFG SPP 1135: Dynamik sedimentärer Becken

Projektdetails

Ansprechpartner

Zuwendungsgeber

DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft

Status

abgeschlossen