Reservoirengineering

Für einen weiteren Ausbau der geothermischen Energiegewinnung ist das Reservoir-Engineering von entscheidender Bedeutung. Die wirtschaftliche Nutzung geothermischer Reservoire erfordert die genaue Analyse des geologischen Systems und eine auf den Standort abgestellte Planung. Das schließt die chemische und petrophysikalische Reservoircharakterisierung und die Reservoirmodellierung sowie das Verständnis der Interaktionen zwischen Bohrloch und Reservoir ein. Maßnahmen der Reservoirstimulation, die Kontrolle der Produktions- und Injektionsrate und des Bohrlochpfades sowie die Kenntnis der Bohrlochgeometrie tragen dazu bei, die Wärmegewinnung zu optimieren.
Der Reservoir-Ingenieur schätzt die Wärmemenge im Untergrund ab, berechnet den Zeitpunkt des thermischen Durchbruchs und optimiert die Reservoirleistung durch Monitoring und analytische und numerische Berechnungen. Daraus entwickelt er ein auf den Standort abgestelltes Konzept.
Die Forschungsbohrungen des GFZ in Groß Schönebeck erschließen wasserführende Gesteinsformationen in Tiefen zwischen 3,9 und 4,4 km bei Temperaturen um 150 °C. Dieses Tiefenlabor bietet die Möglichkeit, Bohrloch-Messungen und in situ Experimente unter natürlichen Bedingungen durchzuführen. Existierende Modelle können so validiert und verbessert sowie neue Modelle erstellt werden.

 

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Prof. Dr. Günter Zimmermann
Geothermische Energiesysteme

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