Persönliches Profil:

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Prof. Dr. Friedhelm von Blanckenburg

Leitung Sektion 3.3: Geochemie der Erdoberfläche

Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Telegrafenberg
Haus E, Raum 220
14473 Potsdam
Telefon: +49 331 288-2850
Fax: +49 331 288-2852
E-Mail: fvb(at)gfz-potsdam.de

Publikationen

Zur Person

Funktion und Aufgaben:

  • Leiter GFZ Sektion 3.3: „Geochemie der Erdoberfläche“
  • Professor der Geochemie der Erdoberfläche, Freie Universität Berlin

Wissenschaftliche Interessen:

Friedhelm von Blanckenburgs Disziplin ist die Geochemie der Erdoberfläche, insbesondere die Isotopengeochemie und Massenspektrometrie.

In früheren Arbeiten hat er sich mit der Entschlüsselung der Prozesse im Erdinneren befasst, wie der Bestimmung der Herkunft granitischer Gesteine in Kollisiongebirgen. Dies führte ihn zu der sogenannten „Slab Breakoff“ Hypothese. Im Anschluss wendete er isotopengeochemische Methoden auf Ozeansedimente an, um den Eintrag von Erosionprodukten in die Ozeane zu bestimmen.

Seit einigen Jahren befasst sich Friedhelm von Blanckenburg mit der geochemischen Quantifizierung der Prozesse der Erdoberfläche. Er nutzt die sogenannten kosmogenen Nuklide. Diese „Uhren der Erdoberfläche“ erlauben die quantitative, physikalisch orientierte Analyse der Landschaftsentwicklung und ihrer Interaktion mit dem Klima und mit tektonischen Prozessen. Ein Schwerpunkt liegt auf Arbeiten zu den Mechanismen der präanthropogenen Erosionsprozesse. Er entwickelte Methoden zur Messung von „Paläo-Erosion- und Verwitterungsraten“ mittels kosmogener Nuklide an terrestrischen und marinen Sediment-Zeitreihen. Mit diesen ermittelt er die Stärke der Veränderungen in der globalen Erosion im späten Känozoikum wie auch über quartäre Kaltzeit-Warmzeit Zyklen.

Als zweite Methode nutzt er hochpräzise massenspektrometrischen Methoden, mit denen kleinste Verschiebungen in den relativen Häufigkeiten der Isotope der metallischen und metalloiden Elemente, wie Li, Mg, Si und Sr sichtbar gemacht werden. Er nutzt diese neuen Systeme, um die gewaltigen biogeochemischen Stoffflüsse an der Erdoberfläche – vom Gestein über Boden in Pflanzen, in Flusswasser und letztendlich in die Ozeane, zu verfolgen und zu quantifizieren. Diese Isotopensysteme fraktionieren, wenn sich a) Sekundärminerale bei der Verwitterung bilden; b) diese Elemente von Pflanzen aufgenommen werden. Schwerpunkte liegen dabei auf 1) Feldstudien in der sogenannten „Critical Zone“; 2) der Bestimmung der Isotopen- Fraktionierungsfaktoren in anorganischen und biologischen Systemen; 3) der Entwicklung geeigneter Verfahren für die in situ Bestimmung der Isotopenverhältnisse auf der Mikroskala mittels Femtosekunden-Laser-Ablation; 4) der Erstellung von Massenbilanzmodellen, die diese Prozesse simulieren.

Als Wissenstransfer richtet er die Metallisotopenanalytik an die Biomedizin. In seinen Arbeiten konnte er erstmals zeigen, dass sich die Isotopenverhältnisse des Eisens entlang der menschlichen Nahrungskette verschieben.

Karriere:

  • 1991-1995: Postdoc in Isotopengeochemie, University of Cambridge, England
  • 1995-1997: Oberassistent, Isotopengeochemie, University of Oxford, England
  • 1997-2001: "Privatdozent", Universität Bern, Isotopengeologie
  • 2001-2008: Professor für Geochemie, Universität Hannover
  • 2008 – heute: Professor für die Geochemie von Erdoberflächenprozessen, GFZ Potsdam und FU Berlin, Leiter der GFZ-Sektion 3.3

Werdegang / Ausbildung:

  • 1985: Diplom in Geologie, Technische Universität Berlin
  • 1986-1990: Doktorarbeit in Geochemie/Geochronologie, ETH Zürich

Projekte:

Koordinator: European Union Marie Curie Inititial Training Network "IsoNose" Isotopic Tools as Novel Sensors of Earth Surface Resources 
Isonose.eu   
 

Ko-Koordinator: DFG Schwerpunktprogramm (SPP) "Earthshape": Earth Surface Shaping by Biota (mit Todd Ehlers, U Tübingen)
Earthshape.net 
    

Redaktionelle Aktivitäten:
  • Principle Editor „Elements“ (ab 2016)
  • Editorial Board „American Journal of Science“

 




Auszeichnungen:

  • Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (2009)
  • Ralph Alger Bagnold Medaille der European Geosciences Union (2010)
  • Mitglied der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (2015)

Publikationen – Researcher ID: K-4711-2013