EnMAP

Environmental Mapping and Analysis Program

EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) ist ein hyperspektraler Weltraumsensor, der in den kommenden Jahren zum Start vorgesehen ist. Die wesentlichen Vorteile eines abbildenden Spektrometers wie EnMAP gegenüber derzeitig operierenden Multispektralsystemen liegen in der erheblich verbesserten Genauigkeit bei der Erfassung und Klassifikation von Oberflächenmaterialien und in der einzigartigen diagnostischen Ansprachemöglichkeit von Mineralen und Pigmenten, die nur über die Aufzeichnung kontinuierlicher Spektren erreicht werden kann. Übergeordnetes Ziel der Mission ist die Beobachtung und Analyse von Ökosystemparametern, die Untersuchungen in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Böden und Geologie sowie Küsten- und Süßwasserbereiche einschließen. Die Bereitstellung hochwertiger, kalibrierter Daten und extrahierter Parameter dient einer optimierten Modellierung und einem besseren Verständnis von biosphärisch/geosphärische Prozessen.

EnMAP zeichnet global die von der Erdoberfläche reflektierte Strahlung bildhaft als kontinuierliche hochaufgelöste Spektren (6,5 nm und 10 nm) vom Sichtbaren bis zum kurzwelligen Infrarot (420 nm bis 2450 nm) in 244 Kanälen auf. Damit wird eine optimale diagnostische Erfassung bio-, geochemischer und geophysikalischer Parameter erreicht. Die Streifenbreite eines Bildes beträgt 30 km mit einer Bodenauflösung von 30 m x 30 m Pixelgröße. Der Bordspeicher des Instruments erlaubt die kontinuierliche Aufnahme von 5000 km pro Tag. Zur Beobachtung veränderlicher Phänomene (z.B. Vegetationszyklus) wird, über die Fähigkeit den Satelliten zu schwenken, eine Wiederholrate von 4 Tage realisiert.

Das Projekt wird unter der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam mit Unterstützung des industriellen Partners  OHB-System AG durchgeführt. Das Management liegt bei der DLR-Agentur, das Bodensegment wird vom DLR-Oberpfaffenhofen geleitet.

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