Magnetfeld der Ozeane

Der wohl kleinste Beitrag aller Quellen, aus denen sich das Erdmagnetfeld zusammensetzt, wird aus den Ozeanströmungen generiert. Es wurde festgestellt, dass ozeanische Strömungen durch Bewegungsinduktion ein Magnetfeld erzeugen. Der Großteil davon wurde theoretisch berechnet und/oder in lokalen Maßstäben auf der Erdoberfläche nachgewiesen. Beobachtungen von elektrischen und magnetischen Feldern an Land, sowie die Spannungsmessungen an Untermeereskabel konnten diese These untermauern. Neuere Studien haben das Potential von hochqualitativen Daten aus Magnetfeldmessungen während Satellitenmissionen hervorgehoben, um den Anteil des  Magnetfeldes der Ozeangezeiten zu erforschen. Etliche Versuche wurden unternommen, um die schwächeren und zeitlich unveränderlichen magnetischen Signale der Ozeanströmungen zu untersuchen. Die Signale, erzeugt durch die ständige Bewegung des hoch leitfähigen Meerwassers im Erdmagnetfeld, wurden in der Größenordnung von einigen nT an der Erdoberfläche erwartet. Die Signale der Ozeanströmungen sind auf der Südhalbkugel sehr viel stärker, da den ostwärts-Bewegungen des Wasser keine kontinentalen Landmassen im Wege stehen.

Darstellung der Vorraussage der radialen Komponente des Magnetfeldes der Ozeane
Vorraussage der radialen Komponente des Magnetfeldes der Ozeane.

Kontakt

Profilfoto von  Prof. Dr. Claudia Stolle

Prof. Dr. Claudia Stolle
Geomagnetismus

Behlertstraße 3a
Haus K 3, Raum 006
14467 Potsdam
Tel. +49 331 288-1230

Magnetfeld der Ozeane Links

  • Hochauflösende Modellierung des Erdmagnetfelds