Sonnenfinsterniseffekte in der oberen Atmosphäre

Beobachtungen der Hochatmosphäre während einer Sonnenfinsternis stellen eine einmalige Möglichkeit dar, um die Reaktionen auf plötzliche Änderungen des Energieeintrages der Sonne zu untersuchen.

Der mehrjährige CHAMP Datensatz liefert in-situ Messungen der Hochatmosphäre für verschiedene Sonnenfinsternisereignisse in verschiedenen Regionen. Während der Sonnenfinsternis vom 8. April 2005 in niedrigen Breiten fanden wir deutliche Veränderungen der Elektronendichteverteilung in 400km. Diese zeigen uns, dass die Plasmafontaine ähnlich wie nach Sonnenuntergang verstärkt wird (Tomas et al., 2007). In der Elektrontemperatur, der thermosphärischen Massendichte und im zonalen Wind haben wir keine großen Vernderäungen beobachtet. Die Reaktion des äquatorialen Elektrojets auf die Sonnenfinsternis am Äquator wurde mit Hilfe von magnetischen Beobachtungen von CHAMP, SAC-C und Ørsted studiert, und mit bodengebundenen Messungen korreliert. Die Beobachtungen zeigen die Entwicklung eines Counter-Elektrojets nach der Sonnenfinsternis. (Tomás et al., 2008, JASTP, in press).

Oben: Elektronendichte gemessen vor (bef.), bei (ca) und nach (aft.) der Sonnenfinsternis am 8. April 2005. Unten: Mittlere Elektronendichte von CHAMP, um 16:30LT (blau) und 19:30LT (rosa).
Oben: Elektronendichte gemessen vor (bef.), bei (ca) und nach (aft.) der Sonnenfinsternis am 8. April 2005. Unten: Mittlere Elektronendichte von CHAMP, um 16:30LT (blau) und 19:30LT (rosa).

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Geomagnetismus

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