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Helmholtz Centre Potsdam
GFZ German Research Centre for Geosciences Abstract (EDOC: 7305)Am 20. Oktober 2004 um 6:59 UT ereignete sich in einer seismisch ruhigen Gegend südlich von Hamburg ein
ungewöhnlich starkes seismisches Ereignis mit der Magnitude ML = 4.5 (Latitude 53.04 +/- 0.02, Longitude 9.57 +/-
0.03). Nach ersten vorliegenden Wahrnehmungsmeldungen wurde es im Umkreis von ca. 70 km u.a. bis Hamburg
gespürt. Das letzte vergleichbare, wenn auch etwas schwächere Beben mit ML = 4.0 ereignete sich in ca. 28 km
Entfernung bei Soltau am 2. Juni 1977. Die Herdtiefe wurde damals u.a. aus makroseismischen Abschätzungen auf eine
Tiefe von 4 bis 13 km festgelegt. Auch für dieses Ereignis ist die Bestimmung der Herdtiefe auf Grund der fehlenden
Stationen im Epizentralgebiet sehr schwierig (die nächste Station NRDL ist in 70 km Entfernung). Wellenformdaten,
theoretische Seismogramme, makroseismische Beobachtungen (Tiefe ca. 10 km; Mitteilung von G. Leydecker und D.
Kaiser) und die Ergebnisse der Momenten Tensor Inversion sprechen für eine Tiefe von 6 - 10 km. Damit würde das
Beben im Grenzbereich zwischen kristallinen Grundgebirge und Präzechstein bzw. oberhalb des Grundgebirges im
Präzechstein stattgefunden haben. Für die Auswertung des Bebens wurden die Stationen des GRSN, dänische
Breitbandstationen und weitere lokale Stationsnetze in Deutschland verwendet. Die Herdflächenlösungen bzw. die
Momenten Tensor Inversion zeigen einen Double Couple Abschiebungs-Mechanismus mit den möglichen Bruchflächen
nahe der Vertikalen in NNW – SSE Richtung bzw. nahe der Horizontalen in NE – SW Richtung. Bis zum Beginn der
Tagung sollen weitere Untersuchungen zur genaueren Bestimmung der Herdtiefe durchgeführt werden, um mögliche
Zusammenhänge mit dem sich im Epizentralgebiet befindenden Gasfördergebiet mit einer Fördertiefe von 5 - 6 km zu
klären. (2004): Das Erdbeben bei Rotenburg/Soltau 2004. 64. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (Berlin 2004). | EDOC: 7305 | Abstract |
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