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Probabilistische Einschätzungen der Erdbebengefährdung - PSHA
Die Erarbeitung praxisrelevanter Gefährdungseinschätzungen für das Erdbebeningenieurwesen ist das wesentliches Ziel der Forschungsarbeiten in der Sektion 2.6. Im Rahmen dieser Arbeiten werden Methoden für die Erdbebengefährdungseinschätzungen entwickelt bzw. existierende Ansätze weiterentwickelt und auf die unterschiedlichsten Testgebiete angewandt. Dabei sollen alle relevanten geowissenschaftlichen Informationen zu Erdbeben integriert werden.
Dies betrifft neben den Ergebnissen seismologischer Untersuchungen auch die Resultate paläoseismologischer, geodätischer und geologischer Forschungen.
Basis der neuen Erdbebengefährdungsanalysen ist die konsequente probabilistische Behandlung aller Eingangsdaten mittels der Technik des „Logischen Baumes“. Dies ermöglicht neben der expliziten Berechnung der Gefährdungsgrößen (Spitzenbeschleunigung, makroseismische Intensität) in Form von Mittel- oder Medianwerten auch die Angabe entsprechender Fraktile ihrer Standardabweichung.
Beispiele erfolgreich abgeschlossener Arbeiten sind z.B. GSHAP, die seismische Gefährdungsabschätzung für die D-A-CH Staaten und weitere PSHA-Studien.
Aktuelle Arbeiten beschäftigen sich u.a. mit einer neuen Generation von probabilistischen seismischen Gefährdungseinschätzungen PSHA für Deutschland, der seismischen Gefährdungskarte für Österreich.

