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Der Erdbebenzyklus in der Subduktionzone der Anden

Numerische Modellierung der Deformationen in den Anden


Die enorme Zunahme der geodätischen und seismologischen Daten in der letzten Dekade liefert uns ein erheblich detaillerteres Abbild der Deformationen im Erdbebenzyklus. Zur selben Zeit wird unser Wissen über die Struktur und Rheologie der Erde durch geophysikalische Methoden immer besser unterlegt. Subduktions-Mega-Erdbeben, wie das Maule-Erdbeben (Mw = 8.8, 2010) in Chile oder das Tohoku-Oki-Erdbeben (Mw = 9.0,  2011) ziehen eine große Aufmerksamkeit der Wissenschaftsgemeinde auf sich. In diesem Zusammenhang werden für jedes bedeutende Erdbeben verschiedene Schätzungen der Verschiebungsverteilung des ko-seismischen Versatzes und anderer Parameter, bezogen auf die durch Erdbeben hervorgerufene Deformationen, gemacht. Diese Inversionen der Erdbebenparameter basieren bisher auf Modellen mit stark vereinfachenden Annahmen über strukturelle und rheologische Eigenschaften der Erdkruste. Der Einfluss solcher Annahmen auf die Modellergebnisse wurde bisher nur unzureichend untersucht.

Das Projekt ist auf die Untersuchung der Deformations- und Spannungsänderungen, die durch solche Mega-Subduktionserdbeben hervorgerufen werden, gerichtet. Es wird ein geomechanisches Modell benutzt, das die die komplexe Struktur und Rheologie der Erde berücksichtigt. Zur Zeit ist das Maule-Erdbeben 2010 eines der am besten dokumentierten Subduktionserdbeben und wird im Fokus der Untersuchung stehen. Die dafür geschaffenene 2-jährige PostDoc-Stelle für Marie Keiding wird durch die Dänische Forschungsgemeinschaft finanziert.
 




Erstellt: 30.11.2011  zum Seitenanfang