Inhaltsbereich
Publications
Abstract (EDOC: 14116)
Die Ozeane haben einen signifikanten Einfluss auf die Erdrotation. Neben der mit dem globalen
Wasserkreislauf verbundenen Dynamik führen interne Bewegungsvorgänge und damit einhergehende
Massenverlagerungen zu einer Änderung des Drehimpulses und nach dem Prinzip der Erhaltung des
Gesamtdrehimpulses zu einer Änderung der Erdrotationsparameter.
Das ozeanische Bewegungsfeld lässt sich aufteilen in das Gezeitenfeld und in atmosphärisch angeregte
Zirkulationen. Hier beschränken wir uns auf das Gezeitenfeld und berechnen dessen Drehimpulskomponenten.
Um die ozeanischen Zustandsgrößen genauer darzustellen, kombinieren wir
geodätische Beobachtungsdaten mit einem hydrodynamischen numerischen Modell. Als Modell wird
das „Ocean Model for Circulation and Tides“ (OMCT) von Thomas (2002) verwendet, allerdings ausschließlich
mit Gezeitenantrieb. Mittels eines adjungierten Verfahrens werden die Amplituden von 7
Hauptpartialtiden an einen aus pelagischen Pegeldaten gewonnenen Datensatz assimiliert. Die Co-
Amplituden des assimilierten Modells weisen eine Verbesserung von bis zu 15% gegenüber der nichtassimilierten
Version auf. Die veränderten Co-Amplituden der Simulation gehen mit Massen- und
Strömungsänderungen und dementsprechende Modifikationen des gezeiteninduzierten Drehimpulses
einher. Die mit dem assimilierten Modell neu berechneten Anteile des Drehimpulses werden
komponentenweise mit den am Special Bureau for Tides des GGFC veröffentlichten Schätzungen
verglichen.
(2009): Drehimpulskomponenten ozeanischer Partialtiden aus einer Assimilation von pelagischen Daten. Abstracts, Geodätische Woche (Karlsruhe 2009), 52.
(2009): Drehimpulskomponenten ozeanischer Partialtiden aus einer Assimilation von pelagischen Daten. Abstracts, Geodätische Woche (Karlsruhe 2009), 52.
| EDOC: 14116 | Abstract |

