Personalia | Juliane Dannberg erhält Preis für Wissenschaftskommunikation

Dr. Juliane Dannberg (Foto: privat)

06.10.2017: Juliane Dannberg, ehemals GFZ-Sektion Geodynamische Modellierung, wurde gestern in Heidelberg der „KlarText – Preis für Wissenschaftskommunikation“ verliehen. Sie überzeugte die Jury mit einem Text über Gesteinsbewegungen im Inneren der Erde, einem Beitrag, der auch Nicht-WissenschaftlerInnen neugierig machen soll auf das, was in der Forschung passiert. Neben ihr wurden sechs weitere Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler ausgezeichnet. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld von 5000 Euro.

Der Preis wurde bereits zum 15. Mal verliehen - bis zum vergangenen Jahr unter dem Titel „Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft“. Doch nicht nur der Name ist neu. Ab dem kommenden Jahr kann man sich zusätzlich auch in der Sparte Geowissenschaften bewerben. Juliane Dannberg hat in der Kategorie Physik teilgenommen. Sie hat 2016 ihre Promotion in der GFZ-Sektion Geodynamische Modellierung abgeschlossen und ist derzeit an der Colorado State University in Fort Collins, wo sie über die Modellierung von Prozessen im Erdmantel forscht.

In ihrem preisgekrönten Beitrag „Auf und Ab im Erdmantel“ beschäftigt sich Juliane Dannberg mit Gesteinsbewegungen im Inneren der Erde: Dort sinkt kaltes Gestein nach unten, heißes Gestein steigt nach oben – wie in einer Lavalampe, nur viel langsamer. Wenn sich nach oben strömendes heißes Gestein der Erdoberfläche nähert, beginnt es zu schmelzen und das dabei entstehende Magma löst Vulkanausbrüche aus. Juliane Dannberg hat neue Computermodelle entwickelt, die die chemische Zusammensetzung des Gesteins und die Bewegung von festem Gestein sowie geschmolzener Magma berücksichtigen. Sie kommt darin zu dem Ergebnis, dass durch den Aufstieg heißen Gesteins genug Magma und Gas entstehen können, um heftige Vulkanausbrüche und ein Massensterben – wie das der Dinosaurier – auszulösen.

Alle ausgezeichneten Beiträge werden in einem Wissensmagazin veröffentlicht, das der Wochenzeitung „Die Zeit“ am 5. Oktober beiliegt. (rn)