Bericht | Schweres Erdbeben und kleiner Tsunami in der Ägäis

Schweres Erdbeben und kleiner Tsunami in der Ägäis (Erdbebeninformationen: GFZ-GEOFON).

21.07.2017: In der Nacht zum Freitag um 1:31 Uhr (MESZ) gab es ein schweres Erdbeben mit der Magnitude 6,6 in der Ägäis. Der Erdbebenherd lag in 11 Kilometern Tiefe nahe der türkischen Küste. Medienberichten zufolge wurden zwei Menschen getötet, es gab zahlreiche Verletzte, etliche Gebäude wurden beschädigt. Nördlich des Epizentrums in Bodrum wurde ein kleiner lokaler Tsunami von 20 Zentimetern Höhe gemessen.

In der östlichen Ägäis kommt es immer wieder zu Erdbeben. Ursache dafür ist eine Zone, in der die Erdkruste gedehnt wird. Nach dem starken Beben um 1:31 Uhr gab es etliche Nachbeben, die teilweise Magnituden von über 4,0 erreichten. Die seismische Aktivität in der Region hält bis jetzt an.

Dass es infolge des Erdbebens einen kleinen Tsunami gab, ist nicht ungewöhnlich. Im Mittelmeerraum gibt es immer wieder solche Ereignisse. Urlauber, die diese Region besuchen, sollten sich darauf vorbereiten, beispielswiese mit Hilfe der Tsunami-Merkblätter, sagt GFZ-Forscher Alexander Rudloff, der an mehreren Projekten zur Tsunami-Frühwarnung beteiligt war. „Unmittelbar nach der Ankunft am Urlaubsort ist es ratsam, sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen: Sind Evakuierungsrouten und Sammelpunkte für Evakuierungen oder sichere Orte ausgewiesen? Wo befinden sich diese, beziehungsweise wo könnte ich mich im Ernstfall in Sicherheit bringen, zum Beispiel an einem erhöhten Punkt?“, sagt er. (rn)

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