Bericht | Internationaler Trainingskurs Seismologie und Einschätzung der Erdbebengefährdung

Teilnehmende Seismikkurs 2017 (Foto: E. Gantz, GFZ).

13.09.2017: Die GFZ-Sektion Erdbeben- und Vulkanphysik führt im Rahmen des Aus- und Weiterbildungsprogrammes der UNESCO und unter Beteiligung des Auswärtigen Amtes alljährlich Trainingskurse zur "Seismologie und Einschätzung der Erdbebengefährdung" durch. Der diesjährige Kurs wurde am 4. September eröffnet und läuft noch bis zum 29. September am GFZ.

Die Kurse vermitteln sowohl eine theoretische Grundausbildung als auch praktisches Training. Sie richten sich insbesondere an GeowissenschaftlerInnen und IngenieurInnen aus Entwicklungsländern, an TechnikerInnen und an DatenauswerterInnen an seismischen Stationen und Netzen. In diesem Jahr war die Zahl der Bewerbungen mit 210 Einreichungen so hoch wie nie, ausgewählt wurden 27 Teilnehmende aus 23 Ländern. Innerhalb des vierwöchigen Kurses werden sie in Bereichen wie der Seismologie, der Ingenieruseismologie, der seismischen Gefährdungseinschätzung oder Methoden des Monitorings und der Modellierung ausgebildet.

Neben dem Auswärtigen Amt sind im diesen Jahr das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und die Universität Bonn weitere Partner. In der letzten Kurswoche wird zusammen mit diesen Partnern ein Workshop zum Thema „Desaster Management - Rapid Response" durchgeführt, bei dem ein Erdbebenszenario entwickelt, die Abläufe für eine schnelle Krisenreaktion diskutiert und die Abläufe zur Krisenbewältigung aus verschiedener Sicht beleuchtet werden. (ak)

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