Bericht | Die Klügste Nacht des Jahres – Zur Langen Nacht der Wissenschaften auf den Telegrafenberg nach Potsdam

Zur Langen Nacht auf den Telegrafenberg (Foto: GFZ)

3D-Tour in den geologischen Untergrund (Foto: GFZ)

Klimastation Baum (Foto: GFZ)

WissenschaftlerInnen präsentieren ihre Forschung (Foto: GFZ)

Die Augmented Reality Sandbox (Foto: GFZ)

Das interaktive Scientific Poster im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (Foto: GFZ)

Wo ist wie viel Wasser? (Foto: GFZ)

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 24. Juni 2017 öffnet der Telegrafenberg für Besucherinnen und Besucher jeden Alters seine historischen Pforten, um modernste Forschung zu präsentieren. Es gibt für alle Interessierten die Gelegenheit, unsere Forschung von 17 bis 24 Uhr live zu erleben. Auch für ein buntes Kinderprogramm, Musik, Essen und Getränke ist gesorgt.

Auf dem Telegrafenberg in Potsdam, einem der traditionsreichsten Wissenschaftsstandorte in Deutschland, betreiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schon seit fast 150 Jahren geowissenschaftliche Forschung. Hier wurde das weltweit erste Astrophysikalische Observatorium errichtet, hier befindet sich die Wiege der wissenschaftlichen Geodäsie – der Vermessung der Welt – und der systematischen Erforschung des Erdmagnetfeldes, und hier liegt eine der Geburtsstätten der deutschen Meteorologie.

Heute ist der Telegrafenberg Standort mehrerer Forschungseinrichtungen. Neben dem GFZ forscht hier das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), außerdem betreiben das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und der Deutsche Wetterdienst (DWD) Außenstellen auf dem Berg.

Das GFZ lädt in diesem Jahr erstmalig zu einer 3D-Tour in den geologischen Untergrund der Region ein. Dank aufwändiger Visualisierungen von Messdaten aus der Tiefe lassen sich beispielsweise die Ausbreitung von Kohlendioxid am CCS-Pilotstandort Ketzin beobachten oder die Grundwasser- und Wärmeflüsse unter Berlin, was für die Geothermie wichtig ist. Erstmalig bieten wir Führungen in Labore an, zu denen die Öffentlichkeit bisher keinen Zutritt hatte. Darunter das Edelgaslabor, die Mineral-Synthese-Labore oder das GeoBioLab. Wir informieren über unsere Satellitenmissionen und demonstrieren, wie wir Erdbeben oder das Klima erforschen.

Neben zahlreichen Vorträgen von Forscherinnen und Forschern, die einen Einblick in ihre Arbeit geben, gibt es auf dem Telegrafenberg während der Langen Nacht weit über 40 Angebote, die zum Mitmachen und Entdecken einladen. Außerdem nimmt dieses Jahr einmalig das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte an der Veranstaltung teil. Dort ist die Ausstellung „Fokus: Erde. Von der Vermessung unserer Welt“ geöffnet, die die Geschichte der Potsdamer Geo-Forschung nachvollzieht. Auch dort werden Führungen und Vorträge angeboten.

20.06.2017, Ariane Kujau

>>Hier geht es zum Programm des GFZ

>>Das Programm auf dem Telegrafenberg als PDF

>>GFZ-Trailer zur Langen Nacht der Wissenschaften

>>Ausstellung „Fokus Erde: Von der Vermessung unserer Welt“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam

#LNDW17

Das Ticket zur Langen Nacht der Wissenschaften berechtigt zum Besuch aller Einzelveranstaltungen in den teilnehmenden Wissenschaftseinrichtungen (über 70 Einrichtungen in Berlin und Brandenburg) und zur Nutzung der speziellen Bus-Shuttles auf den Lange-Nacht-Routen.

Darüber hinaus gelten sie als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel im Berliner Tarifbereich ABC (einschließlich Potsdam) von Samstag, 24. Juni, 14.00 Uhr, bis Sonntag, 25. Juni 2017, 4.00 Uhr.

Mit Ihrem Ticket für die Lange Nacht der Wissenschaften haben Sie außerdem freien Eintritt in die Ausstellung >>Fokus Erde: Von der Vermessung unserer Welt im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam.

Sonderbuslinien Wannsee / Potsdam-Telegrafenberg:
Hauptbahnhof Potsdam <-> Telegrafenberg (alle 15 Minuten)
Telegrafenberg über Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HdBPG) am Neuen Markt bis Hahn-Meitner-Platz am Helmholtz-Zentrum Berlin/Wannsee (alle 90 Minuten)