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Archiv

17.10.2016 | Erdbebenserien heben Küsten an

Die Untersuchung von Hebungsraten über lange Zeiträume kann helfen, das Risiko für schwere Beben abzuschätzen

17.10.2016: Eine neue Vorstellung von Vorgängen im Untergrund könnte erklären, wie schwere Erdbeben mit einer Magnitude größer als 7 (M>7) und die Hebung von Küsten miteinander zusammenhängen. Der Mechanismus hat Folgen für die Abschätzung des Erdbebenrisikos und der Tsunami-Gefahr für viele Regionen weltweit. Ein Team von internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Leitung von Vasiliki Mouslopoulou vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ stellt diese Überlegungen jetzt in der Fachzeitschrift „Tectonics“ vor. Demnach sind es Serien von schweren Erdbeben innerhalb eines geologisch kurzen Zeitraums, die die Küste in jenen Regionen anheben, wo sich eine Erdplatte unter eine andere schiebt (Subduktion).

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10.10.2016 | 20. Internationaler Workshop zur Laser-Entfernungsmessung

Das „Laser Ranging“, zu Deutsch: die Laser-Entfernungsmessung, ist ein kosmisch-geodätisches Präzisions-Messverfahren. Mit diesem Messverfahren können WissenschaftlerInnen, unter Einbezug von Satelliten, genaueste Messungen von Distanzen und Höhen auf der Erdoberfläche vornehmen, das Schwerefeld erforschen und Mikrowellengeräte an Bord von Satelliten kalibrieren. Alle zwei Jahre treffen sich SpezialistInnen der Laser-Entfernungsmessung zu Diskussionen und wissenschaftlichem Austausch. In diesem Jahr findet das Treffen, vom 10. bis zum 14. Oktober, erstmalig auf dem Telegrafenberg in Potsdam statt, der Wiege der wissenschaftlichen Geodäsie. Ausrichter der Veranstaltung ist die GFZ-Sektion Globales Geomonitoring und Schwerefeld.

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10.10.2016 | Kick-Off Meeting für das ETN System-Risk

System-Risk, “A Large-Scale Systems Approach to Flood Risk Assessment and Management”, ist ein Marie-Skłodowska-Curie European Training Network ETN. Am 10. und 11. Oktober treffen sich die TeilnehmerInnen des Netzwerks zu einem Kick-Off Meeting in Potsdam. Beteiligte WissenschaftlerInnen und VertreterInnen aus Industrie und Behörden wollen sich über gemeinsame Ziele zu aktuellen Herausforderungen in der wissenschaftlichen Hochwasserrisikoforschung und zu den Anforderungen an das Ingenieurwesen, den Versicherungssektor und die Politik verständigen.

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06.10.2016 | Personalia| Best Paper Award für Kevin Fleming

Dr. Kevin Fleming, GFZ Zentrum für Frühwarnsysteme, ist Co-Autor einer Studie, die mit dem 2015 Georisk Best Paper Award ausgezeichnet wurde. Mit der Auszeichnung würdigen die Herausgeber der open access Fachzeitschrift Georisk: Assessment and Management of Risk for Engineered Systems and Geohazards die Veröffentlichung des vergangenen Jahres mit der „besten fachlichen Leistung“.

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06.10.2016 | Kartoffeln unter Wasser - Risiko für die Landwirtschaft durch Flutereignisse

Die Auswirkungen von Flutereignissen auf die Landwirtschaft sind innerhalb der Risikobewertung bisher nur wenig beachtet. Wie groß das Risiko für verschiedene landwirtschaftliche Anbaukulturen ist, zeigt eine neue Veröffentlichung eines Teams von GFZ-WissenschaftlerInnen der Sektion Hydrologie, unter Beteiligung eines Kollegen des hessischen Landesbetriebes Landwirtschaft. In einer Risikokarte stellen sie dar, welche Regionen und welche Anbaukulturen besonders gefährdet sind.

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05.10.2016 | Glaziale Erosionsraten lassen sich schwer festlegen

Wer Informationen über die Erdgeschichte gewinnen will, ist auf geologische „Zeugen“ angewiesen: Baumringe, Eisbohrkerne oder Sedimentschichten in Seen und Ozeanen. Wie viel Sediment nun im Verlauf von Jahrhunderten, Jahrtausenden oder gar Jahrmillionen abgelagert wird, hängt davon ab, wie hoch die Erosionsraten in den Liefergebieten sind. Die möglichst präzise Einschätzung dieser Abtragungsraten ist daher ein Schlüssel für das Verständnis der Erdgeschichte. Ein internationales Team von Wissenschaftlern, an dem auch Dirk Scherler aus der GFZ-Sektion Geochemie der Erdoberfläche beteiligt war, hat in Science Advances eine Analyse vieler Studien publiziert, die Probleme bei der Abschätzung erdgeschichtlicher Erosionsraten darlegt.

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04.10.2016 | Hilfe zur Selbsthilfe – Internationaler Trainingskurs zur Seismologie und Einschätzung der Erdbebengefährdung in Myanmar

Immer wieder erschüttern Naturkatastrophen Südostasien. Das am schmerzlichsten im Gedächtnis bleibende Ereignis ist dabei bislang ohne Zweifel der durch ein Erdbeben ausgelöste schwere Tsunami im Indischen Ozean von 2004, der über 230.000 Menschenleben kostete. Ein Naturereignis wie ein Tsunami wird dabei vor allem deshalb zur Katastrophe, weil es eine Region schlecht vorbereitet trifft. Nach der Tsunami-Katastrophe von 2004 wurde das GFZ mit der Entwicklung eines Tsunami-Frühwarnsystems beauftragt, 2008 ging das System an die indonesische Regierung. Auch an anderer Stelle unterstützt das GFZ die Region. So führt die GFZ-Sektion Erdbeben- und Vulkanphysik unter Leitung von Dr. Claus Milkereit* bereits seit 1992 im Rahmen des Aus- und Weiterbildungsprogramms der UNESCO einen Internationalen Trainingskurs „Seismologie und seismische Gefährdungseinschätzung“ durch. In diesem Jahr findet der Kurs in Myanmar statt.

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