Eruption am Merapi am 9. Juni 2006
Eruption am Merapi am 14. Juni 2006
Eruption am Merapi am 09. Juni 2006
Eruption am Merapi nach Erdbeben vom 27. Mai 2006
Muslimischer Friedhof von Selo am Hang des Merapi
Bauer sammelt Futter für das Vieh
Indonesierin mit traditioneller Kleidung
Leben am Merapi
Ostseite vom Merapi kurz vor dem Ausbruch am 17. Mai 2006
Rose mit Asche am Südwesthang des Merapi
Ein Ritualtanz zum Tag der Unabhängigkeit
Handel mit Spielzeug am Merapi

Menschen am Merapi

Leben mit dem Risiko - Menschen am Merapi
Photoausstellung von Christoph Czarski im GFZ, Juni 2008

Christoph Czarski, Jahrgang 1953, geboren in Polen 1981 ausgewandert nach Berlin, 1988 Meisterbrief als Fotograf an der BuFa Hamburg, seitdem selbständig in Berlin

2001 erste Reise nach Indonesien, und erste Begegnung mit dem Vulkan Merapi: „Normalerweise sieht man den Merapi von Yogjakarta aus nicht, doch eines klaren Morgens stand plötzlich der Berg vor der Tür...“

2003 zweite Reise nach Indonesien, Bekanntschaft mit Pak Auto, dem ersten Bergführer, der Wissenschaftler in den 70er Jahren auf den Gipfel des Merapi führte. Erste Besteigung des Merapi mit 13 Kilo Gepäck (noch analoge Kameraausrüstung) - und eine Enttäuschung, denn der Merapi (Höhe 2.914 m, variiert) schläft...

2006 dritte Reise nach Indonesien, „Ich war gerade bei den Walfängern im fernen Osten Indonesiens, als sie im Fernsehen eine Merapi-Erputionswarnung durchgaben. Ich nahm das erste Schiff zurück nach Java, wo ich wie immer in Selo bei Pak Auto wohnte. Sobald der Merapi eine Aschewolke ausstieß, klopfte jemand an meine Tür und rief laut: „Mister, Mister - Merapi! So konnte mir nichts entgehen. Einmal unternahm ich während dieser Aktivitätsperiode eine nächtliche Rundfahrt um den Merapi herum. Interessant war, dass die Einwohner an der Südwestseite in voller Bereitschaft draußen vor ihren Häusern übernachteten, um gegebenenfalls keine Sekunde für die Flucht zu verlieren. Nachdem ich mir am Prambanan-Tempel die allabendliche Ramayana-Vorstellung angeschaut hatte, habe ich auch in Prambanan übernachtet. Gegen 6 Uhr morgens (am 27.5. 2006) kam dann das Erdbeben: Das Zimmer wackelte so sehr, dass man kein Gleichgewicht halten konnte. Danach war alles zerstört. Schock, ratlose Menschen am Alun-Alun-Platz vor dem Sultanspalast in Yogjakarta... drei Tage später kam ich zurück nach Selo. Dort war alles in Ordnung. Zwei Wochen später war ich noch einmal aut dem Gipfel - keine Spuren neuer Eruptionen mehr. Faszinierend ist der Merapi nicht nur als Feuerberg, sondern auch als spiritueller Mittelpunkt der javanischen Kultur zwischen Solo und Yogjakarta, wo die Kultur Javas entstand. Wo sich Hinduismus, Buddhismus und Islam treffen und vermengen. Wo sich Götter, Sultane, böse und gute Geister täglich begegnen und über das Schicksal der Menschen entscheiden. Mit sehr lebendigen Traditionen und unzähligen Ritualen, die fast täglich im engeren Umfeld des Merapi stattfinden.“

Diese Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl der Fotografien, die während der Indonesienreisen entstanden. Christoph Czarski (www.czarski.de)