Wassermanagement im Spreegebiet

Prof. Axel Bronstert, Universität Potsdam, Institut für Erd- und Umweltwissenschaften, Lehrstuhl für Hydrologie und Klimatologie

Das Einzugsgebiet der Spree wird sehr intensiv bewirtschaftet. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Ziele der Wassernutzung, so u.a. Bereitstellung von Wasser zur Kraftwerkskühlung, zur Auffüllung von Tagebaurestlöchern, zur Trinkwasserversorgung und für die Versorgung großer Ökosysteme wie den Spreewald. Aufgrund dieser vielfältigen Anforderungen und dem erheblichen Eingriff in den Landschaftswasserhaushalt durch die Braunkohleförderung in den letzten Jahrzehnten gehört damit die Bewirtschaftung des Spreeeinzugsgebietes zu den komplexesten wasserwirtschaftlichen Aufgaben Deutschlands.

Dieser Vortrag stellt die natürlichen hydrologischen Bedingungen im Spreegebiet vor, u.a. das Niederschlagsdargebot, die Abflussbedingungen, inkl. Hoch- und Niedrigwasser und die Wasserverfügbarkeit. Anschließend werden die Einwirkungen des Menschen auf den Wasserkreislauf erklärt, insb. die Absenkungen des Grundwassers, der Grundwasserwiederanstieg nach dem Rückgang der Kohleförderung, Die Anlage von künstlichen Seen und die zugehörigen Überleitungen sowie Fragen des Einflusses der Klimaänderung. Letztlich wird ein Ausblick auf mögliche künftige Entwicklungen gegeben bzgl. des weiteren Anstiegs des Grundwassers, möglicher Überleitungen aus Nachbargebieten und zur Klimaänderung.