Bleibt Regen ein Segen? Wie ändert sich der Niederschlag in Verbindung mit dem Klimawandel bei uns und weltweit?

Dr. Andreas Becker, Deutscher Wetterdienst, Abteilung Hydrometeorologie

Regen, also Niederschlag in flüssiger Form, ist für das sozio-ökonomische Potential einer Gesellschaft alleine als Quelle von Süßwasser von enormer Bedeutung. Die Nutzbarkeit von Niederschlag hängt aber stark davon ab, ob er in verträglichen Mengen und Häufigkeiten fällt, nur dann ist er segensreich. Auch die Starkregen und Sturzfluten im Frühsommer haben gezeigt, wie selbst hochentwickelte Länder beim Wassermanagement an Ihre Grenzen stoßen. Global gesehen ist die Resilienz gegen extreme Niederschlagsereignisse meist noch viel schwächer. Vor diesem Hintergrund ist die Frage nach dem Änderungsverhalten des Niederschlages im Zuge des Klimawandels von enormer Bedeutung. Denn im Gegensatz zur Temperatur, wo wir verbreitete und nachhaltige Anstiege messen, verhält sich der Niederschlag bisher uneinheitlich und komplex. Welche Prozesse sind wichtig? Was vermögen Beobachtungen anzuzeigen?