Ausstellung „Fokus: Erde. Von der Vermessung unserer Welt“

Fokus: Erde (Foto: Ariane Kujau, GFZ)

Vermessung mit Basisapparat des Geodätischen Instituts Potsdam, 1924 © Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Audiospot zur Ausstellung "Fokus: Erde"

23.03.2017: Die Sonderausstellung des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum öffnet heute im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam. Laufzeit: 24. März bis 9. Juli 2017

25 Jahre Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und fast 140 Jahre Geoforschung auf dem Potsdamer Telegrafenberg – dem Festakt im Januar folgt nun eine Sonderausstellung zur Geschichte der Geowissenschaften in Potsdam. Zeitgleich erscheint der zweisprachige (deutsch-englisch) reich bebilderte Begleitband „Fokus: Erde. Focus: Earth“.

„Fokus: Erde. Von der Vermessung unserer Welt“ wird heute, am 23. März 2017, um 18 Uhr, im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eröffnet, u. a. mit einem Gespräch zwischen Dr. Johannes Leicht, Kurator, Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl, Wissenschaftlicher Vorstand des GFZ, und Dr. Sigmund Jähn, dem ersten Deutschen im All (1978).

Die zweisprachige (deutsch-englisch) Ausstellung ist die erste zur Geschichte der traditionsreichen Geowissenschaften in Potsdam. Auf anschauliche Weise vermittelt sie einem breiten Publikum die wissenschaftlichen Pionierleistungen, die eng verbunden sind mit dem Potsdamer Telegrafenberg, einem der bedeutendsten Wissenschaftsstandorte Deutschlands. Hierhin zog vor 125 Jahren das 1870 in Berlin gegründete Königlich-Preußische Geodätische Institut. Es erlangte schnell Weltruhm als Forschungszentrum der Geodäsie, der Wissenschaft von der Vermessung und Abbildung der Erde.

Die Ausstellung erzählt von wagemutigen Wissenschaftlern und innovativen Forschungsmethoden, von einzigartigen Präzisionsinstrumenten aus den über 100 feinmechanischen Werkstätten in und um Berlin, von der Erfindung und Entwicklung seismologischer und Erdschweremessungen sowie von der Geschichte der exakten Zeitbestimmung „Made in Potsdam“. Antarktis-Expeditionen hatten wichtige Forschungsaufträge und neueste Messinstrumente vom Potsdamer Telegrafenberg im Gepäck, und Potsdamer Wissenschaftler waren mit ihren Messungen auf allen Kontinenten unterwegs. Die Schau versammelt 120 Objekte von 20 institutionellen und privaten Leihgebern, darunter zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos, Grafiken und Karten.

Besonders wertvoll sind ausgewählte Exponate, mit denen das GFZ der Öffentlichkeit erstmals Einblick in seine historische Instrumentensammlung gewährt. In der Zusammenschau machen die Exponate nicht nur Wissenschaftsgeschichte anschaulich, sondern sind auch faszinierende Zeugnisse einer Zeit, die von einem schier unerschütterlichen Fortschrittsgeist geprägt war.

Das Panorama der Ausstellung reicht vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Zukunft der Potsdamer Geowissenschaften, die heute im Wissenschaftspark „Albert Einstein“ auf dem Telegrafenberg das „System Erde“ erforschen. Neben dem GFZ und gemeinsam miteinander arbeiten dort die international renommierten Wissenschaftseinrichtungen zur Polar- und Meeresforschung, zur Klimafolgenforschung und zur Erforschung der Astrophysik und des Wetters.

Kurator der Ausstellung ist Dr. Johannes Leicht (www.geschichtslotsen.de).

Die Ausstellung ist so angelegt, dass sie mit einem zweisprachigen (deutsch-englisch) Begleitheft von den Besucherinnen und Besuchern je nach Interesse individuell erschlossen werden kann. Das Heft bietet Erläuterungen zu allen Exponaten, die in der Ausstellung jeweils mit nur kurzen Objektbezeichnungen versehen sind. Es ist im Ticketpreis inbegriffen.

Zur Ausstellung erscheint der Begleitband (deutsch-englisch) „Fokus: Erde. Focus: Earth“, herausgegeben von Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. (Deutscher Kunstverlag 2017, Text: Deutsch/Englisch, 280 Seiten mit 150 meist farbigen Abbildungen, 23 x 30 cm, Hardcover, ISBN 978-3-422-07395-1) Preis im Buchhandel: 25 Euro Preis im Museumsshop: 22 Euro

Ein vielfältiges populärwissenschaftliches Veranstaltungsprogramm begleitet die Ausstellung. Öffentliche Kuratorenführungen finden am Sa, 25.03., Sa, 29.04., Sa, 20.05. und Sa, 08.07.2017 jeweils um 15 Uhr statt (Gebühr incl. Ticket/Person: 8 €). Gruppenführungen (bis 20 Personen, ca. 50 Minuten) können beim Besucherservice gebucht werden (Erwachsene: 50 € Gebühr + 5 € erm. Ticket/Person, Schulklassen: 60 € Gebühr, Eintritt: frei).

Die Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Preußische Seehandlung, der Vereinigung der Freunde und Förderer des GeoForschungsZentrums Potsdam e. V. und der Bosch Thermotechnik GmbH Velten.

Pressefotos zur Ausstellung unter: http://www.hbpg.de/Pressefotos.html >Fokus: Erde.

Besucheradresse: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Öffnungszeiten Di bis Do 10–17 Uhr, Fr bis So und an Feiertagen 10–18 Uhr, Mo geschlossen Ostermontag und Pfingstmontag 10–18 Uhr Eintritt 5 €, ermäßigt 4 €, freitags 4 € für alle Besucher freier Eintritt bis 18 Jahre und für Inhaber des Mobilitätstickets

Im Ticket inbegriffen ist ein zweisprachiges (deutsch-englisch) Begleitheft zur Ausstellung. Kasse und Informationen Tel: 0331 620 85-50 | kasse(at)gesellschaft-kultur-geschichte.de Anmeldung und Buchung für Gruppen Tel: 0331 620 85-55 |