Kunst und Wissenschaft

Das GFZ befasst sich seit anderthalb Dekaden mit der Frage nach dem Realitätsgehalt von Landschaftsgemälden, insbesondere mit der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts und ihrer Darstellung von Wetter und Klima.

Im Ergebnis zeigte sich, dass Landschaftsgemälde keine verlässlichen Proxydaten für die Klimaforschung liefern können. Hingegen können die Naturwissenschaften in Zusammenarbeit mit der Kunstgeschichte und anderen Geisteswissenschaften zu einem besseren Verständnis der Gemäldeinhalte beitragen.


Texte

Die Kleine Eiszeit
Klima, Wetter und Geologie im Holländischen Landschaftsgemälde des 17. Jahrhunderts.
PDF-Katalog zur Ausstellung "Die Kleine Eiszeit".
Gemäldegalerie, Staatl. Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, 2001

Mapping Spaces: Wolken
Deutsche, leicht überarbeitete Fassung des Beitrags im Katalog der Ausstellung „Mapping Spaces“.
Im ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe, 12.04. - 13.07.2014

Der Drang zum Wirklichen.
Meteorologie in der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts

Beitrag im Ausstellungskatalog "Der Himmel so weit", Museum Schloss Moyland, 18.5.-24.08.2014, S.32-43

Bilder als Klimaarchive?
Eignen sich Gemälde als Klima-Proxydaten? Beitrag in "System Erde" 02/2012 

Haarlems Wolkenkronen
Zur Meteorologie in J.v. Ruisdaels 'Haarlempjes'

Erfundene Realität
Wetter und Geologie in J.v. Ruisdaels "Ansicht von Ootmarsum"
Ein Beitrag zum Wissenschaftssommer und ESOF in München 2006

Ein gewöhnlicher Himmel eines außergewöhnlichen Malers
Jan van Goyen, "Auf der Düne", MdBK Leipzig
Ein Beitrag zum Wissenschaftssommer 2008

Hendrick Avercamp: Eisvergnügen
Symposium "IJspret - De winters van Hendrick Avercamp"
Rijksmuseum Amsterdam, 14. 01. 2010

Goethe und die Wolken
Zum 250. Geburtstag Goethes

Joos de Momper
Atmosphärische Optik in Gemälden des flämischen Meisters

Comment on John Walsh:
"Skies and Reality in Dutch Landscape "(1991) (in English)

Analysen einzelner Gemälde:


Video

Vortrag von Franz Ossing auf der Langen Nacht der Wissenschaften 2016


Kunst am GFZ

Der Aschersleber Globus und die Potsdamer Kartoffel

Die Idee für das Kunstwerk beruht auf einem revolutionär gestalteten Globus, den der große Sohn der Stadt Aschersleben, Adam Olearius (1599-1671) entwickelte. Als Hofmathematiker des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf wurde er 1654 weit über die Grenzen bekannt, als er den Gottorfer Riesenglobus mit drei Metern Durchmesser konstruierte. Der Gottorfer Globus steht an der Nahtstelle zwischen der religiös dominierten Wissenschaft vor und der weltlich determinierten Wissenschaft nach dem 17. Jahrhundert, er markiert die neue, profane Weltsicht der Naturwissenschaften. Der Berliner Künstler Oliver Störmer zitiert diese Sichtweise, er entwarf aus dem Potsdamer Geoid den „Aschersleber Globus“.


Leben mit dem Risiko - Menschen am Merapi

Die Fotoausstellung von Christoph Czarski am GFZ vom Juni 2008 zeigte eine kleine Auswahl der Fotografien, die während seiner Indonesienreisen entstanden sind.


Licht ins Dunkel. Geodäsie und Zeitmessung - eine Installation im Meridianhaus

Die Installation von N.Neumaier/K.Menzen "Licht ins Dunkel" entstand zum "Tag der Forschung 1994" im denkmalgeschützten Meridianhaus auf dem Telegrafenberg. In dem dunklen Gebäude mit noch vorhandenen Relikten seiner wissenschaftlichen Vergangenheit forschten die Besucher mit Taschenlampen nach den dort installierten Kunstwerken. Die Installation setzte sich durch eine Bild-Ton-Komposition mit der physikalischen und individuellen Zeit auseinander.


Dekorative Moderne

"Dekorative Moderne" war eine Ausstellung am GFZ mit Bildern von Klaus Knoblich im Jahr 2005. Knoblich befasste sich mit dem Thema, wie sich die Wasserversorgung in verschiedenen Regionen der Erde seit dem Neolithikum entwickelt hat.


"Die Welt an einem Punkt" Landschaften und Stillleben

Die in einer Ausstellung im Jahre 2003 am GFZ gezeigten Werke von Walter Booz behandeln die klassischen Themen der Malerei: Landschaft, Stillleben und Portrait. Dominierend ist seine Landschaftsmalerei, wobei die heimatliche Umgebung zur bestimmenden Gestaltungsquelle für seine Kunst wird.


Season's Greetings

Ivan Koulakov ist ein Geophysiker und Künstler aus Novosibirsk, Russland. Er war mehr als vier Jahre am GFZ beschäftigt, wo er sich mit der Entwicklung von Algorithmen für die seismische Tomographie befasste und ihrer Anwendung auf seismologische Datensätze aus Chile, Indonesien, dem Pamir, Mittlerer Osten etc. 
Koulakov fertigt in jedem Jahr ein Weihnachtsmotiv für das GFZ an.


Telegrafenberg in Infrarot

"Der Hauptgrund für die Fotografien ist natürlich die Tatsache, dass ich hier arbeite und ein gewisses Interesse für Infrarot- (IR) Fotografie hege." Dr. Norbert R. Nowaczyk fertigt Infrarotaufnahmen von den Gebäuden auf dem Telegrafenberg an. Die vielfältigen und hoch hochspezialisierten, auf vergleichsweise kleinem Raum konzentrierten Architekturen bieten zahlreiche Motive.