Kunst und Wissenschaft

In der Reihe "Interview mit einem Bild" führt die Reporterin Julia Vismann vom 15. Februar bis zum 19. April 2017 regelmäßig Gespräche mit Kunstwerken. Sie fragen sich, wie das gehen soll? Im aktuellen Video zum Interview der Woche sehen Sie mehr:

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Die Serie ist eine Aktion von Wissenschaft im Dialog - die Initiative der deutschen Wissenschaft engagiert sich für die Diskussion und den Austausch über Forschung in Deutschland.

Partner der Aktion sind das BMBF, das Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane, das GFZ, die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, das Museum Barberini, die Gemäldegalerie - Staatliche Museen zu Berlin und das Städel Museum

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Landschaftsmalerei und Wissenschaft

Das GFZ befasst sich seit anderthalb Dekaden mit der Frage nach dem Realitätsgehalt von Landschaftsgemälden, insbesondere mit der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts und ihrer Darstellung von Wetter und Klima. Es zeigte sich, dass Landschaftsgemälde keine verlässlichen Proxydaten für die Klimaforschung liefern können. Hingegen können die Naturwissenschaften in Zusammenarbeit mit der Kunstgeschichte und anderen Geisteswissenschaften zu einem besseren Verständnis der Gemäldeinhalte beitragen.

Texte

Die Kleine Eiszeit
Klima, Wetter und Geologie im Holländischen Landschaftsgemälde des 17. Jahrhunderts.
PDF-Katalog zur Ausstellung "Die Kleine Eiszeit".
Gemäldegalerie, Staatl. Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, 2001

Mapping Spaces: Wolken
Deutsche, leicht überarbeitete Fassung des Beitrags im Katalog der Ausstellung „Mapping Spaces“.
Im ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe, 12.04. - 13.07.2014

Der Drang zum Wirklichen.
Meteorologie in der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts

Beitrag im Ausstellungskatalog "Der Himmel so weit", Museum Schloss Moyland, 18.5.-24.08.2014, S.32-43

Bilder als Klimaarchive?
Eignen sich Gemälde als Klima-Proxydaten? Beitrag in "System Erde" 02/2012 

Haarlems Wolkenkronen
Zur Meteorologie in J.v. Ruisdaels 'Haarlempjes'

Erfundene Realität
Wetter und Geologie in J.v. Ruisdaels "Ansicht von Ootmarsum"
Ein Beitrag zum Wissenschaftssommer und ESOF in München 2006

Ein gewöhnlicher Himmel eines außergewöhnlichen Malers
Jan van Goyen, "Auf der Düne", MdBK Leipzig
Ein Beitrag zum Wissenschaftssommer 2008

Hendrick Avercamp: Eisvergnügen
Symposium "IJspret - De winters van Hendrick Avercamp"
Rijksmuseum Amsterdam, 14. 01. 2010

Goethe und die Wolken
Zum 250. Geburtstag Goethes

Joos de Momper
Atmosphärische Optik in Gemälden des flämischen Meisters

Comment on John Walsh:
"Skies and Reality in Dutch Landscape "(1991) (in English)

Analysen einzelner Gemälde:


Kunst am GFZ

Telegrafenberg in Infrarot

Dr. Norbert R. Nowaczyk fertigt Infrarotaufnahmen von den Gebäuden auf dem Telegrafenberg an. Die vielfältigen und hoch hochspezialisierten, auf vergleichsweise kleinem Raum konzentrierten Architekturen bieten zahlreiche Motive.


Der Aschersleber Globus und die Potsdamer Kartoffel

Der Berliner Künstler Oliver Störmer entwarf aus dem Potsdamer Geoid, der "Potsdamer Kartoffel", den „Aschersleber Globus“. Die Idee für das Kunstwerk entsprang einem revolutionär gestalteten Globus, den Adam Olearius (1599-1671) entwickelte. Als Hofmathematiker des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf wurde er 1654 weit über die Grenzen bekannt, als er den Gottorfer Riesenglobus mit drei Metern Durchmesser konstruierte.


Leben mit dem Risiko - Menschen am Merapi

Die Fotoausstellung von Christoph Czarski am GFZ vom Juni 2008 zeigte eine kleine Auswahl der Fotografien, die während seiner Indonesienreisen entstanden sind.


Licht ins Dunkel. Geodäsie und Zeitmessung - eine Installation im Meridianhaus

Die Installation von N.Neumaier/K.Menzen "Licht ins Dunkel" entstand zum "Tag der Forschung 1994" im denkmalgeschützten Meridianhaus auf dem Telegrafenberg. In dem dunklen Gebäude mit noch vorhandenen Relikten seiner wissenschaftlichen Vergangenheit forschten die Besucher mit Taschenlampen nach den dort installierten Kunstwerken. Die Installation setzte sich durch eine Bild-Ton-Komposition mit der physikalischen und individuellen Zeit auseinander.


Season's Greetings

Ivan Koulakov ist ein Geophysiker und Künstler aus Novosibirsk, Russland. Er war mehr als vier Jahre am GFZ beschäftigt, wo er sich mit der Entwicklung von Algorithmen für die seismische Tomographie befasste und ihrer Anwendung auf seismologische Datensätze aus Chile, Indonesien, dem Pamir, Mittlerer Osten etc. Koulakov fertigte zahlreiche Karten mit Weihnachtsmotiven für das GFZ an.