Bericht | Neujahrsempfang zu 25 Jahren GFZ

Musikalische Begleitung durch den Chor des Helmholtz-Gymnasiums Potsdam (Foto: D. Ausserhofer für das GFZ).

Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung (Foto: D. Ausserhofer für das GFZ).

V.l.n.r.: Martin Grötschel, Präsident der BBAW; Rolf Emmermann, GFZ-Gründungsdirektor; Reinhard Hüttl, GFZ-Vorstand; Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur; Heinz Riesenhuber, Alterspräsident des Deutschen Bundestags (Foto: D. Ausserhofer für das GFZ).

Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft (Foto: D. Ausserhofer für das GFZ).

Heinz Riesenhuber, Alterspräsident des Deutschen Bundestages (Foto: D. Ausserhofer für das GFZ).

19.01.2017: 25 Jahre GFZ und fast 140 Jahre Geoforschung auf dem Telegrafenberg - über 400 Gäste nahmen am gestrigen Neujahrsempfang teil, um den in diesem Jahr ganz besonderen Geburtstag des GeoForschungsZentrums zu feiern. Von Aufbruchstimmung, großen Visionen aber auch großer Verantwortung sprachen die Festrednerinnen und -redner. Bundesministerin Wanka, Ministerin Münch, der Potsdamer Oberbürgermeister Jakobs, GFZ-Gründungsdirektor Emmermann, Alterspräsident des Deutschen Bundestags Riesenhuber und Helmholtz-Präsident Wiestler waren angereist, um ihre Glückwünsche zu überbringen. Die Gratulantinnen und Gratulanten lobten die Internationalität und Vernetzung des GFZ, gerade auch in der Metropolregion Berlin-Brandenburg, wo vor allem das am GFZ koordinierte Netzwerk Geo.X eine bedeutende Rolle spiele. Aber auch die Bedeutung und die Herausforderung der Kommunikation von zusammengetragenem Wissen und Erkenntnissen zur Lösung der Aufgaben der Zukunft stellten sie heraus. Das GFZ mit seiner Forschung an den Grenzflächen der Disziplinen sei dabei ein Zentrum, von dem man lernen könne.

Mittlerweile sind fast 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Teil des GFZ, das auf einen turbulenten Anfang zur Zeit der friedlichen Revolution und der Gründung der neuen Bundesländer zurückblickt. Potsdam, so Helmholtz-Präsident Wiestler, ist weltweit der Standort mit der größten Dichte an Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftlern und einer weit zurückreichenden geowissenschaftlichen Tradition, die eng an den Telegrafenberg geknüpft ist. Hier wurde die „solide Arbeit der Wissenschaft in der DDR aufgegriffen und zu einem zukunftsfähigen Zentrum entwickelt“, sagte Heinz Riesenhuber, der die Gründung des GFZ als damaliger Bundesforschungsminister ermöglichte. Das Vorhaben sei deshalb so gut geglückt, weil es den gesamten Kosmos der Geowissenschaft zusammenfasse und daraus einen Blick aufs Ganze ermögliche. Vieles sei schon erreicht worden, die Motivation und Kreativität der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Telegrafenberg reichten aber aus, um die kommenden 25 Jahre mindestens ebenso kreativ und erfolgreich zu gestalten.

Bundesministerin Johanna Wanka, als ehemalige Ministerin des Landes Brandenburg selbst eine wichtige Figur in der Geschichte des GFZ, betonte die weltweit gefragte Expertise des GFZ, insbesondere bei Naturkatastrophen. Auch in der politischen Szene sei das GFZ bestens bekannt und die Politik unbedingt auf den Erfolg der Forschung und die gewonnenen Erkenntnisse angewiesen, um große Fragen der heutigen Zeit zu lösen - insbesondere beim Thema Nachhaltigkeit. Bundesministerin Wanka stellte die Bedeutung von transparenter Kommunikation zur Information der Bevölkerung heraus. Die brandenburgische Ministerin Martina Münch gratulierte dem GFZ im Namen der Landesregierung und nannte es einen vielgefragten Ratgeber zum komplexen System Erde. Daran knüpfte auch Bundesminister a. D. Riesenhuber in einer beeindruckenden, freien Rede an. Komplexe Sachverhalte verständlich darstellen und einen Zusammenhang zwischen Erkenntnis und Nutzen der Erkenntnis auch „für den normalen Menschen“ verständlich zu machen, das sei eine große Aufgabe. Antworten nicht nur alleine zu kennen sondern Wissen einbringen und vermitteln seit notwendig, um die Probleme in der Welt zu lösen.

GFZ-Vorstand Reinhard Hüttl verwies in seiner Rede zu den Perspektiven des GFZ einerseits auf die Bedeutung der Grundlagenforschung, aber auch der Verknüpfung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Nutzbarmachung, um die „Grand Challenges mit den Mitteln der Großforschung“ lösen zu können. Dafür bedürfe es eines langen Atems und einer kritischen Masse an besten Köpfen. Auch Helmholtz-Präsident Wiestler betonte, dass der Erfolg des GFZ gerade ein Ergebnis der „hochgradig engagierten, talentierten und motivierten Köpfe“ am GFZ sei, den man in Zukunft auch durch Rekrutierungen auf internationalem Level beibehalten wolle.

19.01.2017, Ariane Kujau

Weiterführende Links:

>>Bildergalerie

>>GFZ YouTube-Kanal

>>Sonderausgabe der GFZeitung, dem Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter