Projekt „Geothermische Technologieentwicklung am Deutschen GeoForschungsZentrum“ ist Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ (only available in German)

Das GFZ-Geothermieteam. Die Urkunde hält Prof. Dr. Reinhard Hüttl, rechts neben ihm Christina Nuhr ("Initiative Deutschland - Land der Ideen") und Daniel Becker (Deutsche Bank AG)

17.10.2011 | Potsdam: Das Projekt „Geothermische Technologieentwicklung am Deutschen GeoForschungsZentrum“ ist Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Die Initiative unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff hat damit einen Teilbereich der Forschung des GFZ ausgezeichnet, der durch die Reaktorkatastrophe von Fukushima  und die von der Bundeskanzlerin daraufhin einberufene Ethikkommission zur sicheren Energieversorgung eine Aktualität gewann, die beim Einreichen der Wettbewerbsunterlagen Ende 2010 nicht absehbar war.  "Nicht erst seit diesen Vorkommnissen besteht Einigkeit darüber, dass es einer Energiewende hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung bedarf, und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit," sagte Professor Reinhard Hüttl, Vorstandsvorsitzender des GeoForschungsZentrums anlässlich der Ehrung.

Heimische Energieträger wie die Geothermie sind dabei eine unverzichtbare Komponente, denn die Geothermie ist im Gegensatz zu Wind, Wasser und Sonne  stets gleichmäßig in Menge und Gehalt verfügbar, sie ist also grundlasttauglich sowohl für die Wärme- als auch für die Stromversorgung.

Um eine großtechnische Nutzung der tiefen Geothermie für die Wärme- und Stromversorgung auch in Deutschland zu erreichen, muss die noch junge Technologie optimiert werden, und das auf allen Stufen des gesamten sehr komplexen Systems. Es gibt keine geothermische Anlage „von der Stange“, zur Sicherung eines nachhaltigen Anlagenbetriebs sind noch viele Herausforderungen zu lösen.

Das Besondere der Forschungsplattform Groß Schönebeck ist, dass der komplexe Prozess geothermischer Energiegewinnung - von der Erschließung der Wärmequelle bis zur Wandlung der Wärme in Nutzenergie  wissenschaftlich und experimentell begleitet wird, von der Grundlagenforschung bis hin zur konkreten Anwendung. Dabei arbeiten die GFZ-Geologen, -Geophysiker, -Ingenieure und -Techniker mit Partnern aus der Forschung und Industrie zusammen.

Mit solchen Forschungsarbeiten ist die geothermische Technologieentwicklung  am GFZ einer von 365 Preisträgern, die jedes Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff prämiert werden.