Quellen des erdmagnetischen Feldes

Das Hauptfeld, generiert aus dem flüssigen Teil des Erdkerns, das Krustenfeld aus magnetisierten Gesteinen, das Externe Feld von außerhalb der Erde, aber auch Ozeanströmungen tragen allesamt zum messbaren Erdmagnetfeld bei.

Langzeitvariationen des Erdmagnetfelds

Die Rekonstruktion des globalen Magnetfelds auf historischen und längeren Zeitskalen lässt langperiodische Änderungen erkennen. Die durch Dynamoprozesse im äußeren Erdkern erzeugte Säkularvariation des Magnetfeldes auf allen Zeitskalen zu kennen ist wichtig für das Verständnis der Dynamik des Erdkerns, des Geodynamos und langfristiger Schwankungen der Abschirmung gegen Sonnenwind und kosmische Strahlung.

Ionosphäre und Obere Atmosphäre

Stromsysteme in Ionosphäre und Magnetosphäre tragen zum Magnetfeld und dessen Veränderung auf kurzen Zeitskalen (Sekunden bis wenige Jahre) bei. Die Charakterisierung dieser Prozesse ist unter dem Namen Weltraumwetter (Space Weather) bekannt. Es unterliegt Schwankungen die durch die Sonnenaktivität, durch das Erdmagnetfeld selbst, aber auch durch die Atmosphäre der Erde gesteuert werden. Wir untersuchen Beobachtungen des Magnetfeldes, kombiniert mit Beobachtungen atmosphärischer Parameter, um die komplexe Dynamik der Hochatmosphäre besser zu verstehen.

Geomagnetische Observatorien

Global verteilte geomagnetische Observatorien liefern hochqualitative, kontinuierliche Messungen des Erdmagnetfeldes. Sie geben Auskunft über im Erdkern und im erdnahen Weltraum stattfindende Änderungen und ermöglichen die optimale Auswertung von Satellitenmessungen. Echtzeitdaten sind ein wichtiges Instrument bei der Überwachung akuter Weltraumwetterereignisse. Vom Erdmagnetischen Observatorium Niemegk aus betreiben wir das globale Beobachtungsnetzwerk des GFZ sowie entsprechende internationale Kooperationsprogramme.

Geomagnetische Störungen

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Prof. Dr. Claudia Stolle
Geomagnetismus

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