Deutsche Säkularpunktmessungen (bis 2012)

Säkularpunktmessungen zur Erstellung geomagnetischer Karten von Deutschland wurden in der Vergangenheit gemeinsam von den drei deutschen Observatorien Niemegk, Wingst (beide GFZ) und Fürstenfeldbruck (Ludwig-Maximilians-Universität München) durchgeführt.

Das deutsche Säkularpunktnetz bestand aus ca. 45 Punkten aus einem dichteren Netz von Punkten früherer magnetischen Landesvermessungen. Regelmäßige Säkularpunktvermessungen begannen 1992 und wurden zuerst alle 4 Jahre, dann alle 2 Jahre durchgeführt. Als Meßinstrumente dienten ein Fluxgate Theodolit (D, I) und ein Protonenmagnetometer (F). Zur Reduktion der Ergebnisse auf die Epoche wurde jeweils ein Variometer nahe des Beobachtungspunktes verwendet.

Die Säkularpunktmessungen wurden 2013 eingestellt. Es hat sich gezeigt, dass die Daten der magnetischen Observatorien und Satellitenmissionen  zur Kartierung des Hauptfeldes und der Säkularvariation für Deutschland ausreichen.

Übersichtskarte des deutschen Säkularpunktnetzes (rote Punkte) und die drei geomagnetischen Observatorien Wingst (WNG), Niemegk (NGK) und Fürstenfeldbruck (FUR).
Messstellen des deutschen Säkularpunktnetzes (rote Punkte) und die drei geomagnetischen Observatorien Wingst (WNG), Niemegk (NGK) und Fürstenfeldbruck (FUR).

Messkampagnen seit 1950

Vektorielle Magnetfeldvermessungen:

  • 1965.0 ehemals Westdeutschland
  • 1982.5 ehemals Westdeutschland
  • 1957.5 ehemals DDR
  • 1990.5 ehemals DDR 

Säkularmesskampagnen:

  • 1985.5 bis 1990.5 13 Messpunkte in der ehemaligen DDR, jährlich bis alle 2 Jahre
  • 1992.5
  • 1996.5
  • 1999.5
  • 2000.5
  • 2001.5
  • 2002.5
  • 2003.5
  • 2004.5
  • 2006.5
  • 2008.5
  • 2010.5
  • 2012.5

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Dr. Monika Korte
Geomagnetismus

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