Helmholtz Virtuelle Institute

Ein Helmholtz Virtuelles Institut führt die Kompetenzen von verschiedenen Helmholtz-Zentren und Hochschulen auf einem wichtigen Forschungsgebiet zusammen, um ein Kompetenz-Zentrum von internationaler Bedeutung zu schaffen. Helmholtz Virtuelle Institute verfügen über eine eigene Führungs- und Managementstruktur und erarbeiten besondere Konzepte zur Qualifizierung ihrer wissenschaftlichen Nachwuchskräfte.

Mit der Etablierung neuer Forschungskooperationen leisten Helmholtz Virtuelle Institute Aufbau- bzw. Vorbereitungsarbeiten für größere strategische Forschungsvorhaben der Helmholtz-Gemeinschaft. Sie werden über drei bis fünf Jahre gefördert und können zur Vorbereitung größerer Verbünde wie etwa der Helmholtz-Allianzen genutzt werden. Darüber hinaus tragen diese Forschungsverbünde zur Stärkung der Hochschulen im deutschen Wissenschaftssystem bei. Ein zusätzliches Anliegen der Fördermaßnahme ist die Einbeziehung herausragender internationaler Institutionen als assoziierte Partner.


Helmholtz Virtuelle Institute am GFZ

Helmholtz Virtuelles Institut DESERVE 

Das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ betreibt seit 2012 gemeinsam mit Partnern das Virtuelle Institut „Dead Sea Research Venue – DESERVE“.

Dieses Institut kombiniert Atmosphären- und Klimaforschung mit Erdwissenschaften und Wasserforschung. Das Tote Meer dient dabei als eine Art ‚Freiluftlabor‘ in einem weltweit einzigartigen Natur- und Kulturraum, an dem ein schneller Umweltwandel mit langfristiger Wirkung nachvollzogen werden kann. DESERVE befasst sich mit drei großen Herausforderungen: Umweltrisiken, Wasserverfügbarkeit und Klimawandel. Weiterer Schwerpunkt ist die Förderung und Ausbildung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, unter anderem mit Mentoring-Programmen sowie der Förderung von Start-Ups. Beteiligt sind Partner-Einrichtungen aus Israel, Jordanien, den palästinensischen Gebieten und Deutschland.

Helmholtz Virtuelles Institut ICLEA

Das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ betreibt seit 2011 gemeinsam mit Partnern das Virtuelle Institut „Integrated Climate and Landscape Evolution Analyses  – ICLEA

Die Klima- und Landschaftsentwicklung im Gebiet zwischen Nordostdeutschland und Nordwestpolen ist Schwerpunkt von ICLEA. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen durch die Verknüpfung unterschiedlicher Daten ein umfassendes Verständnis der Landschaftsentwicklung bekommen und zwischen natürlichen Prozessen und vom Menschen bestimmten Einflüssen unterscheiden. Dazu wurde ein Konzept entwickelt, um unterschiedlich zeitskalierte Informationen und Daten integriert zu analysieren. Ziel ist es, eine Plattform für die prozessbasierte Analyse von Klima- und Umweltveränderungen bereitzustellen, um damit zukünftige Änderungen besser abschätzen und effiziente Anpassungsstrategien entwickeln zu können.