Helmholtz-Alberta Initiative

Die Helmholtz-Alberta Initiative (HAI) bündelt als unabhängige, internationale Forschungskooperation die naturwissenschaftlich-technischen Expertisen der Helmholtz-Gemeinschaft und der University of Alberta (Kanada) und nutzt diesbezügliche Synergieeffekte, um gemeinsam Beiträge zur Bewältigung drängender globaler Herausforderungen zu leisten. Dies geschieht durch gezielte Entwicklung von thematisch fokussierten Kooperationsprojekten, z.B. in den Helmholtz-Forschungsbereichen Gesundheit, Energie, Erde und Umwelt.

In der initialen Phase von HAI (2010-2014) kooperieren ca. 150 Wissenschaftler der Universität von Alberta und vier Helmholtz-Zentren im Bereich der Energie- und Umweltforschung (Forschungszentrum Jülich, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Karlsruher Institut für Technologie, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ). Die Arbeiten beziehen sich auf die Erforschung umweltrelevanter Schlüsselprozesse und Technologien in sechs Themenfeldern:

  1. Veredlung biogener und fossiler Brennstoffe
  2. Membrantechnologien zur Reinigung von Prozessgasen
  3. Mess-, Überwachungs- und Nachweisverfahren für geologische CO2-Speicher 
  4. Nutzung tiefer Geothermie
  5. Abwassersanierung und umwelttoxikologische Bewertung
  6. Ökosysteme und initiale Landschaftsentwicklung

Die gemeinschaftlich erarbeiteten Ergebnisse ermöglichen den Partnern, die Übertragbarkeit neuer Erkenntnisse zu überprüfen und gemeinsam neue Methoden abzuleiten. In umweltrelevanten Bereichen leisten entsprechende Forschungsergebnisse damit einen direkten Beitrag für die Entwicklung internationaler Standards und Praktiken (best practice) und bilden somit gleichzeitig die wissenschaftlich fundierte Grundlage für ein nachhaltigkeitsorientiertes Umweltmonitoring.

Vor dem Hintergrund der öffentlich-politischen Debatte in Folge des Austritts Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll, haben die beteiligten Helmholtz-Zentren in der laufenden Phase 2013 beschlossen, die direkt oder indirekt mit der Ölsandausbeutung in Beziehung stehenden Forschungsarbeiten auslaufen zu lassen und die Kooperation in anderen Themengebieten weiter auszubauen. Die Kooperation im Bereich der Energie- und Umweltforschung wird weitergeführt und soll in einer zweiten Phase von HAI (2015+) mit einem Themenfeld “Nutzungstechnologien mineralischer Rohstoffe” erweitert werden.

Aktuell wurde die Initiative bereits durch die Zusammenarbeit der University of Alberta mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig im Bereich der Gesundheitsforschung ergänzt. Eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn befindet sich in der Antragsphase.

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